KI unterstützt Schlaganfall-Diagnostik und Epilepsie-Therapie

Experten der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung sehen in Künstlicher Intelligenz Chancen für Diagnostik und Therapie neurologischer Erkrankungen. Die Verantwortung bleibt bei Ärztinnen und Ärzten…

24. Februar 2026
  • Data und KI

Hirnerkrankungen wie Alzheimer, Parkinson, Epilepsie und Schlaganfall stellen das Gesundheitswesen vor große Aufgaben. Fachleute der Deutschen Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und Funktionelle Bildgebung (DKGN) verweisen auf das Potenzial Künstlicher Intelligenz für Diagnostik und Therapie. Anlass ist die Jahrestagung der Fachgesellschaft in Augsburg.

Die Leipziger Neurologin Dorothee Saur sieht Vorteile vor allem in der Schlaganfallversorgung. KI kann computertomografische Aufnahmen auswerten und zusätzliche Informationen liefern. Das unterstützt die klinische Einschätzung und erleichtert Therapieentscheidungen. Gerade kleinere Krankenhäuser ohne spezialisiertes Schlaganfall-Zentrum profitieren von einer strukturierten Bildanalyse.

Auch in der Epileptologie erwarten Fachleute Fortschritte. Rainer Surges von der Bonner Klinik für Epileptologie hält es für realistisch, Anfallsrisiken künftig besser vorherzusagen. Spezielle Handgelenksensoren erfassen Muskelaktivität, Puls und Atmung. So könnten Anfälle dokumentiert werden, die bislang unbemerkt bleiben. Nach Angaben der Experten bleibt etwa die Hälfte der Anfälle ohne Erfassung.

In Deutschland leben rund 0,5 bis 1 Prozent der Bevölkerung mit Epilepsie. Jährlich kommen etwa 30.000 Neuerkrankungen hinzu. Bereits verfügbare Apps für Betroffene sind laut Surges nicht medizinisch geprüft. Ihre Aussagekraft ist daher unklar.

Quelle:
rp-online.de

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