KI-Verordnung gilt auch für Praxen: Medizinrechtlerin empfiehlt sofortige KI-Inventur
Seit August 2026 gelten durch den AI Act neue Pflichten für Arztpraxen. Medizinrechtlerin Julia Gokel erklärt Hinweispflichten, den Umgang mit KI-Diagnosen von Patienten und empfiehlt eine KI-Inventur…
- Digitale Klinik
- Politik
Die europäische KI-Verordnung verpflichtet seit August 2026 auch Arztpraxen. Professorin Julia Gokel, Fachanwältin für Medizinrecht bei Lyck+Pätzold in Bad Homburg und Professorin an der SRH Hochschule Heidelberg, erläutert im „ÄrzteTag“-Podcast, worauf Praxen achten müssen.
Im Mittelpunkt stehen die neuen Hinweispflichten. Laut Gokel reicht es nicht aus, den Einsatz von KI lediglich im Impressum oder in der Datenschutzerklärung der Praxiswebseite zu erwähnen. Praxen müssen Patientinnen und Patienten aktiv darüber informieren, dass und welche KI-Tools sie einsetzen.
Gokel geht auch auf den Umgang mit KI-generierten Diagnosen ein, die Patienten mitbringen. Sie rät davon ab, solche Diagnosen in die Patientenakte aufzunehmen. Das Gespräch darüber mit dem Patienten sei aber wichtig.
Ihre Empfehlung ist eine KI-Inventur für Praxen. Ab dem kommenden Jahr treten weitere Pflichten aus der KI-Verordnung in Kraft, auf die sich Praxen vorbereiten müssen.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.