Kirchliche Krankenhäuser im Saarland sehen sich beim Defizitausgleich benachteiligt
Kirchliche Krankenhäuser im Saarland fordern eine grundlegende Neuordnung ihrer Finanzierung, weil sie beim kommunalen Defizitausgleich in der Regel außen vor bleiben, obwohl sie einen wichtigen Versorgungsauftrag erfüllen …
- Ökonomie
Die kirchlichen Krankenhausträger im Saarland sehen sich bei der Finanzierung benachteiligt. Das Thema ist Teil einer bundesweiten Debatte über den kommunalen Defizitausgleich. Öffentliche Krankenhäuser mit roten Zahlen erhalten vom Landkreis oder der Kommune einen finanziellen Ausgleich. Freigemeinnützige Non-Profit-Träger wie die Kirchen bleiben davon in der Regel ausgeschlossen.
Thomas Jungen, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Krankenhäuser Saarland, bezeichnet diese Praxis als „einfach unfair“. Auch die Kliniken in kirchlicher Trägerschaft erfüllten einen wichtigen Versorgungsauftrag, betont er.
Jungen fordert, die Krankenhausfinanzierung in Deutschland insgesamt neu aufzustellen. Der Bund müsse Verantwortung übernehmen, weil die Landkreise vielerorts am Limit seien.
Klagen gegen die aktuelle Regelung, wie es sie bereits in anderen Bundesländern gibt, sind im Saarland laut Jungen bisher kein Thema. Nach seinen Worten braucht es zeitnah eine politische Lösung.
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