KIS-Markt 2026: Cloud, Interoperabilität und KI verdrängen das klassische Stand-alone-KIS
Der KIS-Markt wächst weiter, doch viele Kliniken verschieben Entscheidungen. Sie suchen keine klassische Software mehr, sondern cloudfähige Plattformen, die Interoperabilität, KI und den Ersatz für Altsysteme zusammenführen…
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Der KIS-Markt 2026 wächst weiter, aber viele Krankenhäuser halten sich bei neuen Ausschreibungen zurück. Sie suchen nicht mehr nur ein klassisches KIS. Sie prüfen, welche Systeme ihre IT-Landschaft langfristig tragen und zugleich Cloud, Interoperabilität, regulatorische Vorgaben und KI unterstützen.
Mehrere Entwicklungen treiben diese Neuordnung. Viele KHZG-Projekte sind weitgehend abgearbeitet. Zugleich zwingt das Aus von SAP IS-H viele Häuser dazu, ihre Systemlandschaft neu zu ordnen. Experten rechnen deshalb noch 2026 mit einer Welle von Ausschreibungen. Mit der Vergabe des Charité-KIS an Epic steigt außerdem der Druck durch einen weiteren großen US-Anbieter.
Die Hersteller setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Dedalus baut seine Marktposition mit Orbis und der webbasierten Plattform Orbis U aus. CGM investiert nach dem Einstieg von CVC stärker in cloudbasierte Softwareprodukte und datengetriebene KI. Nexus, Mesalvo, Meierhofer und AMC stärken ihre Angebote mit modularen, interoperablen oder webbasierten Lösungen. Avelios gewinnt mit seinem modularen Ansatz und dem strategischen Investment von SAP an Sichtbarkeit und weist Berichte über Umsetzungsprobleme zurück.
Oracle Health arbeitet weiter an einer neuen OCI-basierten Plattform und hat bisherigen i.s.h.med-Kunden zugesichert, den Support bis 2035 zu verlängern. Die Telekom setzt auf Infrastruktur, Datenplattformen, KI und Sicherheit.
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