KKH beziffert Abrechnungsbetrug in zwei Jahren auf mehr als acht Millionen Euro
Für die Jahre 2024 und 2025 weist die KKH mehr als acht Millionen Euro Schaden durch Abrechnungsbetrug aus. Besonders betroffen waren Arzneimittel sowie ambulante und stationäre Pflege…
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Die KKH beziffert den durch Abrechnungsbetrug entstandenen Schaden in den Jahren 2024 und 2025 auf mehr als acht Millionen Euro. Das ist der höchste Zweijahresschaden der Kasse. Im vorherigen Zweijahreszeitraum waren es rund 4,5 Millionen Euro. Für 2024 meldete die KKH 5,4 Millionen Euro, für 2025 rund 2,6 Millionen Euro.
2025 entfielen rund 875.000 Euro auf Arzneimittel und rund 844.000 Euro auf ambulante und stationäre Pflege. 605 neue Hinweise gingen ein. Die meisten Verdachtsfälle betrafen die ambulante Pflege und die außerklinische Intensivpflege, gefolgt von Krankengymnastik und Physiotherapie. Häufig ging es um nicht erbrachte Leistungen, unqualifiziertes Personal und fehlende Zulassungen.
Die KKH verfolgt Verdachtsfälle seit 25 Jahren und forderte 2024 und 2025 gut 1,3 Millionen Euro zurück. Chefermittler Emil Penkov verwies auf Scheinfirmen, bundesländerübergreifende Strukturen und Verbindungen bis ins Ausland. Bei niederschwelligen Pflegeleistungen, etwa Verbesserungen im Wohnumfeld, sieht er besondere Risiken. In der außerklinischen Intensivpflege seien bei der Versorgung durch ungelerntes Personal teils lebensgefährliche Situationen möglich.
Nach einer Forsa-Umfrage im Auftrag der KKH halten etwa zwei Drittel der 1.002 Befragten das deutsche Gesundheitswesen für betrugsanfällig, 22 Prozent für sehr anfällig. Ebenfalls etwa zwei Drittel hatten Betrug selbst beobachtet. Befragt wurden 18- bis 70-Jährige vom 24. bis 27. Juli. Die KKH verwies auf rund 410 Milliarden Euro Leistungsausgaben der GKV im vergangenen Jahr. Sie prüft große Datenmengen mit Künstlicher Intelligenz, aber nur intern, und fordert politische Voraussetzungen für kassenübergreifende Datenabgleiche. Nach eigenen Angaben hat sie rund 1,5 Millionen Versicherte und ein Haushaltsvolumen von etwa 8,7 Milliarden Euro.
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