Kleinere Krankenhäuser holen auf: Dritte DigitalRadar-Erhebung belegt sinkende Reifegradunterschiede
Die dritte DigitalRadar-Erhebung mit 1.531 Krankenhäusern belegt flächendeckende Digitalisierungsfortschritte seit dem KHZG, während die Integration digitaler Lösungen in den Klinikalltag weiter Nachholbedarf zeigt…
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Die dritte Erhebung des DigitalRadar belegt, dass seit Inkrafttreten des Krankenhauszukunftsgesetzes sich der digitale Reifegrad deutscher Krankenhäuser über alle Versorgungsstufen hinweg messbar verbessert hat. 1.531 Einrichtungen nahmen teil, davon rund 93,7 Prozent bereits aus der ersten Erhebung. Das macht den DigitalRadar zu einer der umfassendsten Längsschnittmessungen digitaler Krankenhausentwicklung weltweit.
Die stärksten Fortschritte verzeichnen die Bereiche Strukturen und Systeme, Informationsaustausch sowie klinische Prozesse. Organisatorische und infrastrukturelle Voraussetzungen für Digitalisierung sind laut Auswertung deutlich gewachsen. Herausforderungen bestehen weiterhin bei der breiten Nutzung digitaler Anwendungen und ihrer Integration in den Klinikalltag.
Ronan O’Connor, Vice President und Geschäftsführer EMEA bei HIMSS, betont, dass neben dem Ausbau digitaler Strukturen künftig die Nutzung und Verankerung digitaler Lösungen stärker in den Fokus rücken müsse.
Besonders kleinere Krankenhäuser konnten ihren Reifegrad steigern und zu größeren Einrichtungen aufschließen, was auf eine Angleichung bestehender Unterschiede hindeutet. Alle Bundesländer verzeichnen Verbesserungen gegenüber der Vorerhebung.
Prof. Dr. Volker Amelung, Konsortialsprecher des DigitalRadar, betont, dass digitale Transformation kein Selbstläufer sei und langfristige Investitionen erforderlich blieben. Thomas Renner vom Bundesministerium für Gesundheit wertet die Ergebnisse als Beleg dafür, dass KHZG und die gemeinsamen Anstrengungen von Bund, Ländern und Krankenhäusern Wirkung entfalten. Der finale Abschlussbericht mit vertiefenden Analysen erscheint Ende des Jahres.
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