Klinikbehandlung wird teurer: Personalkosten belasten Thüringens Krankenhäuser
Steigende Personalkosten treiben die Krankenhausausgaben in Thüringen weiter nach oben. Krankenkassen sehen strukturellen Reformbedarf und verweisen auf ambulante Potenziale…
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Die Kosten für stationäre Behandlungen in Thüringen sind erneut gestiegen. Nach Angaben des Thüringer Landesamtes für Statistik beliefen sich die Gesamtausgaben der Krankenhäuser im vergangenen Jahr auf rund 3,8 Milliarden Euro. Das entspricht einem Zuwachs von 4,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Ein Behandlungstag kostete im Durchschnitt 914 Euro. Die mittlere Verweildauer lag bei 7,1 Tagen.
Hauptursache der Entwicklung bleiben die Personalkosten. Sie machen rund zwei Drittel der Gesamtausgaben aus und betreffen vor allem Ärztinnen und Ärzte sowie Pflegekräfte. Sachkosten, etwa für Arzneimittel und OP-Bedarf, bilden das restliche Drittel. Rückläufig entwickelten sich hingegen die Ausgaben für Energie und Brennstoffe.
Seit 2020 sind die Krankenhauskosten in Thüringen insgesamt um rund 642 Millionen Euro gestiegen. Die Krankenkasse Barmer sieht darin ein deutliches Signal für strukturelle Veränderungen. Nach ihrer Einschätzung könnten etwa 20 Prozent der stationären Behandlungen ambulant erfolgen, was Effizienz und Wirtschaftlichkeit verbessern würde.
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