Kliniken in Not: Die Deutsche Krankenhausgesellschaft warnt vor einem Flächenbrand.
Deutschlands Krankenhäuser stehen am Rande des finanziellen Kollapses: 80 Prozent von ihnen schreiben rote Zahlen, Insolvenzen häufen sich. Die DKG warnt vor einem Systemversagen und fordert sofortige Milliardenhilfen. Doch Bund und Kassen blockieren. Der Osten droht abgehängt zu werden.
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Die wirtschaftliche Lage deutscher Krankenhäuser spitzt sich dramatisch zu. Laut DKG-Vorstand Gerald Gaß schreiben rund 80 Prozent der Kliniken rote Zahlen. Seit 2022 haben knapp 80 Häuser Insolvenz angemeldet. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft fordert daher Soforthilfen in Höhe von vier Milliarden Euro, um die Liquidität bis zur Sommerpause zu sichern. Besonders betroffen sind kleinere Einrichtungen in ländlichen Regionen, denen Banken zunehmend Kredite verweigern. Die Thüringer Gesundheitsministerin Katharina Schenk sieht insbesondere im Osten Engpässe in der Versorgung drohen – nicht zuletzt wegen des akuten Hausärztemangels. Der GKV-Spitzenverband zeigt sich skeptisch: Kliniken erhielten bereits über 100 Milliarden Euro pro Jahr und ihre Auslastung sei zuletzt auf 70 Prozent gesunken. Die DKG fordert unterdessen eine dauerhafte Anhebung der Landesbasisfallwerte um vier Prozent, um den realen Kostenanstieg abzufedern. Einmalzahlungen reichten laut Gaß nicht aus, um das System nachhaltig zu stabilisieren.
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