Klinikkosten treiben Ausgabendruck, Kassenüberschuss bleibt fragil

Die Krankenhausausgaben wachsen stark und erhöhen den finanziellen Druck auf die gesetzliche Krankenversicherung. Trotz Überschuss bleibt die Reserve knapp, zugleich steigen zentrale Kostenbereiche weiter…

8. Dezember 2025
  • Ökonomie

Die Krankenhausausgaben steigen in den ersten drei Quartalen deutlich und belasten die Finanzlage der gesetzlichen Krankenversicherung. Die Kliniken verzeichnen einen Zuwachs von 7,8 Milliarden Euro, was einem Plus von 9,9 Prozent entspricht. Haupttreiber sind Vergütungssteigerungen, Tarifkosten aus 2024 sowie höhere Aufwendungen in Psychiatrie, Pflege und somatischen Bereichen. Auch ambulante Leistungen und neue Hybrid-DRG-Eingriffe erhöhen die Ausgabendynamik. Kostensteigerungen zeigen sich zudem bei Heilmitteln, Reha, Vorsorge und Fahrkosten. Die Arzneimittelausgaben steigen moderater. Trotz eines Überschusses von 3,6 Milliarden Euro liegen die Rücklagen der Krankenkassen weiter unter dem gesetzlichen Mindestniveau. Gesundheitsministerin Nina Warken betont den steigenden Reformdruck und warnt vor erheblichen Defiziten ab 2027. Verzögerungen im Vermittlungsausschuss erschweren die Planung der Kassen und könnten Zusatzbeiträge erhöhen.

Quelle:
aerzteblatt.de

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