Klinikreform in NRW: Zwischen Aufbruch und Aufschrei
NRW setzt mit der Krankenhausreform auf Spezialisierung – doch fast 100 Klagen begleiten den Start. Gesundheitsminister Laumann verteidigt den Kurs, die SPD spricht von Hektik und falschem Ehrgeiz. Besonders Kliniken in der Umstrukturierung sehen sich unter Zeitdruck.
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Nordrhein-Westfalen steht vor einer tiefgreifenden Neuordnung seiner Krankenhauslandschaft. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) verteidigte die Reform im Landtag als notwendigen Schritt zur Beendigung des ruinösen Wettbewerbs und zur Sicherstellung qualitativ hochwertiger Versorgung. Die Spezialisierung der Kliniken und eine stärkere Leistungsbündelung sollen Expertise sichern und Strukturen stärken. Doch der Reformstart am 1. April wird begleitet von rund 100 Klagen und knapp 30 Eilanträgen. Die SPD kritisierte das Vorgehen als überhastet und warf der Landesregierung mangelnde Planung vor. Die Kliniken hätten erst wenige Monate Zeit für weitreichende Umstellungen erhalten. Ein prominenter Fall: Die Uniklinik Essen konnte sich vor Gericht erfolgreich gegen den Verlust der Herztransplantation verteidigen. Laumann betonte den Pioniercharakter der Reform und forderte mehr politischen Mut zur Veränderung. Die Opposition sieht hingegen das Scheitern des Projekts als reale Gefahr…
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