Klinikum Bielefeld dreht Millionenverlust in positives Jahresergebnis
Mit einem Jahresüberschuss von 357.000 Euro und der Eröffnung des neuen Notfall- und Intensivmedizinischen Zentrums setzt das Klinikum Bielefeld trotz anhaltend schwieriger Rahmenbedingungen ein klares Zeichen…
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Das Klinikum Bielefeld hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Jahresüberschuss von 357.000 Euro abgeschlossen und damit einen Verlust von 7,7 Mio. Euro aus dem Vorjahr umgekehrt. Die Umsatzerlöse stiegen um 15,0 Mio. Euro auf 311,7 Mio. Euro, getragen durch einen höheren Landesbasisfallwert und ein gestiegenes Pflegebudget. Das Betriebsergebnis verbesserte sich von minus 4,5 Mio. Euro auf plus 4,0 Mio. Euro.
Ein 2024 eingeleitetes Konsolidierungsprogramm in den Bereichen Beschaffung, Personalstruktur, Dienstplanung, OP-Organisation und Fremdpersonalreduzierung erreichte das Ziel von 8 Mio. Euro Aufwandsreduzierungen. Die Behandlungszahlen stiegen leicht auf rund 150.000 Patienten, rund 3.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren an den drei Standorten tätig.
Im Juni 2026 eröffnete das Klinikum das neue Notfall- und Intensivmedizinische Zentrum sowie den neuen Haupteingang am Standort Mitte mit einem Investitionsvolumen von insgesamt 60 Mio. Euro. Ab Juni 2025 gilt eine neue Konzernstruktur mit standort- und fachrichtungsübergreifenden Zentren unter universitärer Führung.
Die universitäre Ausrichtung wurde weiter ausgebaut. Das EduLab eröffnete im März 2025 auf 2.044 Quadratmetern, zum Wintersemester 2025/2026 studierten 360 Medizinstudierende am Campus. Am Standort Mitte entsteht gemeinsam mit den UK-OWL-Trägern ein Stammzelltransplantationszentrum. Das Lungenkrebszentrum OWL wurde mit dem Klinikum Herford und dem HDZ NRW gegründet.
Für 2026 erwartet das Klinikum ebenfalls ein positives Ergebnis. Das geplante GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz bewertet Geschäftsführer Michael Ackermann als erhebliche Belastung ab 2027. Der Aufsichtsrat hat beschlossen, ab dem zweiten Halbjahr 2026 eine Medizinische Geschäftsführung neu auszuschreiben. Kommissarisch übernimmt Dr. Janina Noster-Schrader die Direktion für Universitäre Medizin.
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