Klinikum Chemnitz schließt 2025 mit 9,7 Millionen Euro Defizit ab
Das Klinikum Chemnitz verzeichnet 2025 ein Defizit von 9,7 Millionen Euro. Ab 2027 drohen bis zu 20 Millionen Euro Fehlbetrag. Die Stadt müsste dann als Gesellschafter einspringen…
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Das Klinikum Chemnitz hat das Jahr 2025 nach Angaben des Kaufmännischen Geschäftsführers Martin Jonas mit einem Defizit von rund 9,7 Millionen Euro abgeschlossen und erwartet für 2026 ein Minus in ähnlicher Größenordnung. Das Defizit könne in diesen beiden Jahren noch aus Rücklagen ausgeglichen werden.
Kritisch könnte es aus Sicht der Klinikleitung ab 2027 werden. Jonas rechnet dann mit einem Fehlbetrag von bis zu 20 Millionen Euro, falls das GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz in der aktuellen Fassung im Bundesrat verabschiedet wird. Zugleich betont er, das Klinikum begegne den erwarteten Defiziten mit eigenen Steuerungsmaßnahmen, könne die Herausforderung aber nicht aus eigener Kraft und in der erwarteten Höhe bewältigen.
Damit rückt eine finanzielle Unterstützung durch die Stadt Chemnitz als Gesellschafter in den Blick, um eine Insolvenz zu verhindern. Oberbürgermeister Sven Schulze spricht von Krisenstimmung im Rathaus und sieht die kommunale Ebene am Ende der Finanzierungskette. Als Gesellschafter wolle die Stadt gemeinsam mit dem Klinikum nach einer Lösung suchen und hofft dabei auf Unterstützung von Land und Bund.
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