Klinikum Ernst von Bergmann gibt Kommunikationsfehler bei Stationsverlegung zu

Das Klinikum Ernst von Bergmann räumt Kommunikationsfehler bei der Verlegung zweier Stationen ein. Ein Todesfall kurz nach Schließung der Gefäßchirurgie wird extern geprüft…

9. September 2026
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Das Klinikum Ernst von Bergmann (EvB) in Potsdam hat Kommunikationsfehler bei der Verlegung zweier Stationen eingeräumt. Geschäftsführer Tomislav Gmajnic erklärte, das Haus habe nicht so sauber kommuniziert, wie es dem eigenen Anspruch entspreche. Die Umstrukturierungen selbst verteidigte er als „keinen Sparkurs auf Kosten der Patienten“.

Seit August bietet das EvB keine Orthopädie und Gefäßchirurgie mehr an. Beide Fachbereiche übernahmen das St. Josefs-Krankenhaus und die Oberlinklinik. Im Gegenzug schloss das St. Josefs-Krankenhaus seine Neurologie sowie Frauenheilkunde und Geburtshilfe, die das EvB seitdem führt. Beide Häuser begründeten die Schließungen mit der Krankenhausreform, die eine stärkere Spezialisierung der Kliniken vorsieht.

Kurz nach der Umstrukturierung verstarb ein mutmaßlicher Gefäßpatient im EvB. Der Behandlungsverlauf wurde rekonstruiert, ein externes Begutachtungsverfahren eingeleitet. Intern sah die Geschäftsführung bislang keine Versäumnisse. Zweiter Geschäftsführer Christian Unzicker betonte, ein bestehendes Notfallkonzept habe bereits vor dem Fall mehrfach gegriffen. Abschließende Aussagen sind bis zum Ende der externen Prüfung nicht möglich.

Das Gesundheitsministerium hält das Vorhalten von Gefäßchirurgen am EvB für erforderlich. Aktuell sind zwei Gefäßchirurgen am Haus tätig, ein dritter soll eingestellt werden.

Quelle:
kma-online.de

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