Klinikum Freising startet 2023 mit der Akutgeriatrie

28. Juli 2022
  • Medizin
  • QM
  • Ökonomie

Eine eigene Abteilung für die umfassende stationäre Versorgung alter Menschen befindet sich derzeit im Klinikum Freising im Aufbau. Sie soll zunächst 20 Betten und Therapieräume bieten und wird im sechsten Stock angesiedelt. Versierte ärztliche und pflegerische Führungskräfte für die Akutgeriatrie sind bereits gefunden. Weitere Pflegekräfte werden noch gesucht.

Der demografische Wandel in Deutschland wird in naher Zukunft auch im Landkreis Freising zu einer deutlichen Zunahme an geriatrischen Patienten führen. Um auf diese besonders bedürftigen Menschen vorbereitet zu sein, baut das Klinikum Freising derzeit eine stationäre akutgeriatrische Behandlungseinheit im sechsten Stockwerk auf. „Wir verfügen bereits über moderne Räume, die jetzt entsprechend eingerichtet werden. Unser Ziel ist es, den Betrieb im ersten Quartal 2023 mit zunächst 20 Betten und Therapieräumen aufzunehmen“, erklärt Frau Maren Kreuzer, Geschäftsführerin des Klinikums Freising. Die größte Herausforderung auf den Weg dorthin stelle derzeit die Suche nach spezialisiertem Pflegepersonal für die Akutgeriatrie dar. „Wir haben in den letzten Jahren viel in eine adäquate Vergütung in der Pflege und in die Aus- und Weiterbildung investiert und können heute einen attraktiven Arbeitsplatz bieten. Zusätzlich erhalten neue Pflegekräfte in der Akutgeriatrie von uns eine Startprämie von 3500€!“.

 

Erfreulich verlief bereits die Suche nach Führungskräften für die neue Akutgeriatrie. So konnte das Klinikum Freising zum 1.Juli 2022 mit Frau Dr. Esra Pichler eine Expertin für die akutgeriatrische Versorgung gewinnen. Die ausgebildete Internistin, Geriaterin und Infektiologin übernimmt künftig die Sektionsleitung und steht Patient*innen mit ihrem breiten Fachwissen und viel Einfühlungsvermögen zur Seite. „Mir ist vor allem eine optimale interdisziplinäre Behandlung und Versorgung im geriatrischen Team sowie eine individuelle Rehabilitation sehr wichtig“, so Frau Dr. Pichler.

Die pflegerische Leitung der Sektion liegt künftig in Händen von Frau Franziska Köhl, die ebenfalls seit dem 1.Juli 2022 im Klinikum Freising tätig ist. Als ausgebildete gerontopsychiatrische Gesundheits- und Krankenpflegerin bedeutet für sie der Erhalt und, wenn möglich, die Förderung der körperlich-geistigen Fähigkeiten ihrer Patienten das wichtigste pflegerische Ziel. „Insbesondere bei demenziell schwer veränderten Menschen möchte ich durch die gezielte Betreuung das Selbstgefühl stärken helfen und ihnen dadurch Sicherheit geben“, betont Frau Köhl.

Das Fachprogramm Akutgeriatrie zielt darauf ab, älteren Menschen eine weitgehende Selbstständigkeit in der Lebensführung zu erhalten bzw. diese wiederherzustellen, um eine anhaltende Pflegebedürftigkeit und Heimeinweisungen zu verhindern. Da diese Patientengruppe häufig einen hohen Grad an Gebrechlichkeit und Multimorbidität aufweist, ist für ihre Versorgung ein ganzheitlicher Ansatz notwendig. „Daher arbeiten die geriatrische Medizin und Pflege im Klinikum Freising künftig patientenorientiert, alltagsbezogen und fächerübergreifend zusammen. Im Mittelpunkt steht dabei der Patient, der uns die Ziele vorgibt, an denen sich unsere Diagnostik und Therapie individuell ausrichtet“, erklärt Frau Dr. Pichler.

Quelle:

klinikum-freising.de


Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.