Klinikum Friedrichshafen setzt Kündigungsverfahren gegen Chefarzt vor Gericht fort
Das Klinikum Friedrichshafen hat entschieden, den Gütespruch im Streit um die Kündigung eines Chefarztes nicht anzunehmen und die Angelegenheit gerichtlich fortzusetzen. Hintergrund sind schwere Vorwürfe und Ermittlungen, die durch den Suizid einer Ärztin ins Rollen gebracht wurden.
- Personal
Der Aufsichtsrat des Klinikums Friedrichshafen hat einstimmig beschlossen, den Gütespruch im Kündigungsverfahren gegen ehemaligen Chefarzt abzulehnen, sodass der Fall vor Gericht weitergeht. Zuvor war ein Vorschlag unterbreitet worden, den Arzt freizustellen, ihn jedoch bis 2031 weiter zu beschäftigen, was Kosten in Millionenhöhe verursacht hätte. Der Streit hat seinen Ursprung in Vorwürfen, die eine Ärztin des Klinikums erhoben hatte, bevor sie vor einem Jahr Suizid beging. Die Ermittlungen führten zu internen Untersuchungen und einer fristlosen Kündigung des Chefarztes, die nun vor dem Arbeitsgericht Ulm verhandelt wird. Zugleich drohen dem Klinikum weitere rechtliche Schritte durch die Angehörigen der Ärztin, die Vorwürfe der Untreue erheben…
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