Klinikum Garmisch-Partenkirchen erhält erste Leistungsgruppen, sechs Entscheidungen stehen aus

Bayern hat dem Klinikum Garmisch-Partenkirchen die ersten Leistungsgruppen zugewiesen. Sechs Gruppen sind noch offen, zum Standort Murnau fehlt eine Aussage zur beantragten Ausnahmegenehmigung…

27. Oktober 2026
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Die Zukunft des Standorts Murnau hängt an einer Ausnahmegenehmigung, da die Reform das eigenständige Fachzentrum für Innere Medizin formal nicht vorsieht. Das Klinikum Garmisch-Partenkirchen und die Berufsgenossenschaftliche Unfallklinik Murnau (BGU) haben die Genehmigung beantragt.

Das bayerische Gesundheitsministerium hat dem Standort Garmisch-Partenkirchen in der ersten Vergaberunde alle beantragten und vom Medizinischen Dienst geprüften Leistungsgruppen zugewiesen. Niederbühl spricht von Ergebnissen „ohne Überraschungen“.

Sechs Leistungsgruppen sind noch offen, darunter Endoprothetik, Wirbelsäulenchirurgie und Bariatrie. Nach Niederbühls Worten will der Freistaat ein Überangebot vermeiden und bündeln. Bis zum Jahresende will sich das Ministerium äußern. Niederbühl zeigt sich zuversichtlich und verweist auf die Abteilung EndoGap, die er zu den größten und renommiertesten zählt.

Zu Murnau gibt es dagegen keine Aussage. Niederbühl spricht von „absoluter Stille“ und will nicht spekulieren. Einen negativen Bescheid kann er sich nicht vorstellen, weil die Zusammenarbeit als modellhaft gilt. BGU-Geschäftsführer Markus Schepp will einzelne Ergebnisse nicht kommentieren.

Eine Absage hätte nach Niederbühls Warnung fatale Folgen. Kritische Patienten, etwa in der Kardiologie, könnten in Murnau nicht mehr behandelt werden, und die Wege würden viel länger. Die Abteilung nach Garmisch-Partenkirchen zurückzuholen, scheitert an fehlenden Kapazitäten. Schepp betont, dass die seit Sommer 2007 bestehende Kooperation auch für die BGU das erklärte Ziel ist.

Beide Häuser ziehen im Austausch mit dem Ministerium an einem Strang. Vermutlich bis in den Dezember hinein müssen alle sich gedulden. Niederbühl scheidet im Sommer 2027 aus.

Quelle:
merkur.de

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