Klinikum Idar-Oberstein startet Suche nach einem starken Partner in einem offenen und transparenten Verfahren
Die kommunalen Gesellschafter des Klinikums Idar-Oberstein haben die Suche nach einem neuen Träger offiziell gestartet. Die SHG gibt ihren 50,05-Prozent-Anteil ab. Beschäftigtenrechte und Klinikbetrieb bleiben unberührt…
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- Offizieller Verfahrensstart: Die Suche nach einem neuen Partner wurde heute im Rah-
men einer Mitarbeiterversammlung offiziell gestartet - Kommunale Kontinuität: Alle kommunalen Gesellschafter stehen unverändert hinter
dem Klinikum und gestalten die Zukunft des Klinikums aktiv mit - Sicherheit für Beschäftigte: Der geplante Partnerwechsel bringt keine Nachteile; alle
Arbeitsverträge, -bedingungen und Tarifrechte bleiben erhalten - Stabiler Klinikbetrieb: Die medizinische Schwerpunktversorgung für die Region ist vom
Prozess unberührt und läuft verlässlich weiter
Die kommunalen Gesellschafter des Klinikums Idar-Oberstein gaben heute den Startschuss für die Suche nach einem neuen, starken Partner bekannt. Im Beisein der Beschäftigten des Klinikums wurde das Verfahren in einer voll besetzten Mitarbeiterversammlung offiziell eingeleitet.
Der künftige Partner soll gemeinsam mit den kommunalen Gesellschaftern Verantwortung übernehmen und dafür die Gesellschafteranteile in Höhe von 50,05 Prozent der Saarland-Heilstätten GmbH in einem geordneten Übergang übernehmen. Die mit der Nachfolgesuche verbundenen Weichenstellungen finden außerhalb des laufenden Klinikbetriebs statt. Die Versorgung der Patientinnen und Patienten läuft stabil und ohne Einschränkungen weiter.
Rechte der Beschäftigten bleiben voll umfänglich gewahrt
„Das Klinikum liegt uns allen sehr am Herzen – als wichtiger Schwerpunktversorger für die Bürgerinnen und Bürger und als einer der größten Arbeitgeber der Region“, betonte Landrat Miroslaw Kowalski in der Versammlung. „Mit dem heutigen Tag und im Beisein unserer Belegschaft wollen wir vor allem unsere tiefe Wertschätzung für die hier geleistete Arbeit zum Ausdruck bringen. Die Beschäftigten sind das Rückgrat dieses Hauses. Sie können absolut sicher sein, dass Ihre Rechte und Rahmenbedingungen vollumfänglich gewahrt bleiben.“
Das Verfahren zur Partnersuche ist so angelegt, dass der geplante Anteilswechsel für die Belegschaft keine Nachteile bringt: Alle bestehenden Arbeitsverträge, Arbeitsbedingungen und das geltende Tarifrecht bleiben unverändert und ohne Einschränkungen bestehen. Unberührt von dem gesamten Prozess läuft auch der Klinikbetrieb stabil im gewohnten Umfang weiter. Gleichzeitig senden die Partner ein starkes Signal für Kontinuität und Sicherheit: Alle kommunalen Gesellschafter sind unverändert am Klinikum beteiligt und werden die Zukunft des Hauses aktiv und verlässlich mitgestalten.
Oberbürgermeister Frank Frühauf würdigte den Einsatz der Beschäftigten: „Das Klinikum Idar-Oberstein ist das medizinische Herzstück unserer Region und für die Gesundheitsversorgung unserer Bevölkerung unverzichtbar. Um diese erstklassige Versorgung Tag für Tag aufrechtzuerhalten, braucht es jeden Einzelnen: Mein ausdrücklicher Dank und meine volle Unterstützung gelten dem gesamten Personal in allen Bereichen, dessen täglicher Einsatz das Fundament unserer medizinischen Sicherheit bildet.“
Auch aus medizinischer Sicht steht die Zukunftsfähigkeit des Klinikums im Mittelpunkt. „Unser Klinikum bleibt der wichtigste Gesundheitsdienstleister der Region – unabhängig von der künftigen Trägerschaft. Ich verspreche mir durch einen Trägerwechsel neben dem Erhalt unseres qualitativ hochwertigen und umfangreichen Angebotes, auch neue Impulse für die mediziniche Leistungsentwicklung zum Wohle der Bevölkerung vor Ort“, äußerte sich der Ärztliche Direktor Dr. med. Ulrich Frey zukunftsorientiert.
Partnersuche geht planmäßig auf solidem Fundament in die Umsetzung
Der heute eingeleitete Prozess basiert auf einem entscheidenden Erfolg, den die kommunalen Gesellschafter im vergangenen Jahr gemeinsam erzielt haben: Bereits im November letzten Jahres war es ihnen gelungen, ein starkes kommunales Bürgschaftspaket auf den Weg zu bringen. Durch diesen Kraftakt der kommunalen Gesellschafter wurde die Gesamtfinanzierung des Ergänzungsneubaus dauerhaft und verlässlich abgesichert. Auf diesem soliden Fundament aus eigener regionaler Kraft sowie nach intensiver Vorbereitung geht das offen und transparent angelegte Verfahren zur Partnersuche nun planmäßig in die Umsetzung.
Hintergrund der Weichenstellung ist, dass die SHG aus rein kommunalaufsichtlichen Gründen, die langfristigen finanziellen Sicherheitsleistungen für das Großbauprojekt am Klinikum Idar-Oberstein nicht im geforderten Umfang mittragen kann.
„Die SHG hat das Klinikum Idar-Oberstein über viele Jahre hinweg eng begleitet,“ erklärt Prof. Dr. med. Oliver Adolph, Geschäftsführer der SHG. „Mit der einvernehmlich getroffenen Vereinbarung tragen wir den kommunalaufsichtlichen Vorgaben Rechnung. Wir leisten damit unseren Beitrag dazu, dass sich das Klinikum zukunftssicher aufstellen kann. Eine verlässliche Versorgung und gute Perspektiven für die Beschäftigten sind auch uns ein wichtiges Anliegen.“
Landrat Miroslaw Kowalski dankte der SHG für die partnerschaftliche Vereinbarung, die nun die nötige Klarheit schafft. Die weiteren Schritte werden zwischen den kommunalen Partnern eng abgestimmt und in den zuständigen Gremien beraten. Damit soll sichergestellt werden, dass das Verfahren für Beschäftigte, Politik, Aufsichtsbehörden und Öffentlichkeit jederzeit nachvollziehbar, offen und transparent bleibt.
Transparentes Auswahlverfahren im Fokus
Bei der Suche nach dem neuen Partner setzen die kommunalen Gesellschafter – der Landkreis Birkenfeld, die Stadt Idar-Oberstein sowie die Stadt und Verbandsgemeinde Baumholder – auf ein gemeinsam abgestimmtes, transparentes Verfahren. Gesucht wird ein etablierter Krankenhausträger, der die Stärken des Klinikums am besten weiterentwickelt.
Dazu sagen Bürgermeister Bernd Alsfasser und Stadtbürgermeister Günther Jung: „Hierfür gelten klare Kriterien. Neben wirtschaftlicher Kraft und der Sicherung des Ergänzungsneubaus suchen wir einen Partner, für den ein modernes Führungsverständnis, verlässliche Strukturen und eine wertschätzende Personalentwicklung zentrale Säulen sind.“
Unabhängige Begleitung des Verfahrens durch Krankenhausexperten
Um eine neutrale und fachlich erfahrene Umsetzung des Verfahrens zu garantieren, haben die Kommunen unabhängige Krankenhausexperten eingebunden. Die Steuerung der Partnersuche liegt in den Händen der Dornbach Health Care GmbH (Mainz), federführend begleitet durch Rechtsanwältin Carola Hollnack. Zudem verstärkt der Diplom-Kaufmann Jörg Mehr seit Dezember 2025 die Geschäftsleitung des Klinikums Idar-Oberstein. Als Handlungsbevollmächtigter der kommunalen Gesellschafter verantwortet er die Bereiche Strategie und Unternehmensentwicklung. Er wirkt maßgeblich an der Partnersuche mit, treibt das Vorhaben rund um den Ergänzungsneubau voran und gestaltet mit den Mitarbeitenden gemeinsam die Weiterentwicklung der Klinikorganisation.
Starke Basis für die Region: Kommunaler Einfluss bleibt gesichert
Ein zentraler Eckpfeiler des gesamten Prozesses ist die dauerhafte Sicherung des kommunalen Einflusses. Das Klinikum Idar-Oberstein bleibt nach dem erklärten Willen der kommunalen Gesellschafter auch in Zukunft fest in der Region verankert und wird im Sinne der Bürgerinnen und Bürger geführt.
Die geordnete Neuausrichtung und der geplante Ergänzungsneubau schaffen ein stabiles Fundament sowie neue Perspektiven für den Standort: Sie garantieren eine moderne medizinische Versorgung, zukunftsfähige Strukturen und attraktive Arbeitsbedingungen. Aus dieser strategischen Weichenstellung entstehen langfristige Chancen, das volle Potenzial des Klinikums Schritt für Schritt weiterzuentwickeln – zum Wohle der Patientinnen und Patienten, der Belegschaft und der gesamten Region.
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