Klinikum Landsberg spart zwei Stunden täglich mit KI-Dokumentation
Im Klinikum Landsberg übernimmt eine KI auf Basis von Azure OpenAI die Dokumentation von Patientengesprächen. Ärztinnen und Ärzte gewinnen dadurch täglich bis zu zwei Stunden für die direkte Versorgung…
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Das Klinikum Landsberg am Lech setzt seit März 2025 eine Sprach-KI auf Basis von Microsoft Azure OpenAI ein. Ziel ist die Entlastung des medizinischen Fachpersonals von zeitintensiver Dokumentationsarbeit. Bisher mussten Gespräche mit Patientinnen und Patienten handschriftlich notiert und später digitalisiert werden, was pro Konsultation bis zu 15 Minuten beanspruchte. Die neue Lösung transkribiert Inhalte in Echtzeit, erkennt medizinische Fachbegriffe und überträgt strukturierte Daten direkt in das Krankenhausinformationssystem. Fehlt eine Angabe, weist das System aktiv darauf hin. Seit Einführung wurden mehr als 1.300 Gespräche mit rund einer Million Wörtern verarbeitet. Laut Klinikleitung reduziert sich der Dokumentationsaufwand um über 90 Prozent, gleichzeitig steigt die Datenqualität. Pro Konsultation spart das Personal im Schnitt zehn Minuten. Die gewonnene Zeit von bis zu zwei Stunden pro Tag fließt in die direkte Patientenversorgung. Auch wirtschaftlich zeigt sich ein Vorteil. Kosten für Schreibarbeit und Archivierung sanken um etwa 25 Prozent. Datenschutz bleibt gewährleistet, da alle Daten verschlüsselt in der Azure-Umgebung verbleiben. Das Klinikum plant nun eine Ausweitung auf weitere Fachbereiche, um den Nutzen breiter verfügbar zu machen.
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