Klinikum Lüneburg übernimmt Cockpit-Konzept: CRM soll Fehler in der Notaufnahme abfangen

Aus der Luftfahrt in den Klinikalltag: Das Klinikum Lüneburg führt Crew Resource Management ein, gefördert von der Techniker Krankenkasse. Start ist in der Zentralen Notaufnahme, langfristig soll das Konzept in Fortbildung und Qualitätsarbeit verankert werden…

19. August 2026
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Das Klinikum Lüneburg führt Crew Resource Management (CRM) ein, ein aus der Luftfahrt stammendes Trainingskonzept, das Teamkommunikation, Rollenverteilung und Abläufe in Hochrisikobereichen systematisch verbessert. Die Techniker Krankenkasse fördert das dreijährige Projekt, Projektpartner ist Dr. med. Marcus Rall, Leiter des Instituts für Patientensicherheit & Teamtraining (InPASS).

Das Projekt startet in der Zentralen Notaufnahme. Chefarzt Nomayy Oweidi begründet die Wahl mit den besonderen Bedingungen dort, denn Zeitdruck, wechselnde Teams und der Schockraum erfordern klares, abgestimmtes Handeln. CRM soll dafür ein gemeinsames Werkzeug liefern.

Geschult werden interprofessionelle Teams aus Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften, Medizinischen Fachangestellten und weiteren Beteiligten. Im Mittelpunkt stehen menschliche Faktoren wie Entscheidungsfindung, Rollenklärung und gegenseitige Unterstützung. Pflegedirektor Patrick Evel erwartet, dass klare Abläufe und professionelle Kommunikation die Resilienz der Pflegenden stärken.

Initiiert hat das Projekt Prof. Waltraud Pfeilschifter, Chefärztin der Neurologie. Sie hatte bereits ein Schlaganfall-Team-Training mit ähnlichem Ansatz nach Lüneburg gebracht. Pfeilschifter betont, dass Fehler unter Zeitdruck und Ressourcenknappheit unvermeidlich seien. CRM solle auf mehreren Ebenen der Teamarbeit wirken, um Fehler zu minimieren oder rechtzeitig abzufangen. Das Klinikum plant, das Konzept dauerhaft in Fortbildung, Einarbeitung und Qualitätsarbeit zu verankern.

Quelle:
klinikum-lueneburg.de

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