Klinikum Nürnberg digitalisiert Station: Vitalwerte fließen automatisch ins KIS, Dokumentation wird neu strukturiert
Das Klinikum Nürnberg hat am Standort Lauf digitale Patientenkurve, Medikation und KIS-Orbis eingeführt. Mit spürbaren Vorteilen im Alltag, aber anhaltenden Anlaufschwierigkeiten…
- Data und KI
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Am 1. Oktober 2025 hat der Klinikverbund Nürnberger Land alle vier Standorte gleichzeitig auf das neue Krankenhausinformationssystem Orbis migriert. Das Pilotprojekt auf der Wahlleistungsstation in Lauf zeigt, was die Digitalisierung konkret verändert. Vitalwerte fließen per WLAN direkt in die digitale Patientenkurve, Medikamente werden automatisch auf Wechselwirkungen geprüft, und Pflegemaßnahmen lassen sich per Scan dokumentieren.
Stationsleiter Michael Hirschmann beschreibt die Vorteile im Alltag: bessere Übersicht, keine unleserlichen Handschriften, schnellerer Zugriff auf Patientendaten für alle Berufsgruppen. Die automatisierte Auswertung der PPR 2.0 ist für 2026 geplant und soll gegebenenfalls erlöswirksam im KIS erfasst werden.
Die Umstellung verlief nicht reibungslos. Pflegekräfte mit jahrzehntelanger Papier-Routine brauchten Zeit, neue Abläufe zu verinnerlichen. Projektleiter Markus Danner stellt klar, dass die Digitalisierung nicht automatisch mehr Geschwindigkeit bedeute. Auch technische Probleme wie WLAN-Ausfälle oder langsame Anmeldeprozesse bremsten zeitweise den Betrieb.
Der Verbund hat massiv in Infrastruktur investiert. Flächendeckendes WLAN in allen vier Kliniken, Ladestationen und Austauschakkus für Visitenwagen. Bereichsleiter Dr. Herbert Quinz sieht den größten Mehrwert darin, dass Daten nun systemübergreifend fließen, und das von der Intensivmedizin bis zur Abrechnung. Künftig soll KI auch die Kodierung teilweise automatisieren und Zusatzentgelte besser erfassen.
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