Klinikverbund Hessen kritisiert Reformpläne: Substanz fehlt, wesentliche Kritikpunkte bleiben unberücksichtigt
Die Änderungen des Krankenhaus-Versorgungs-Verbesserungsgesetzes (KHVVG) greifen wesentliche Kritikpunkte der Krankenhäuser und Länder nicht auf, erhöhen bürokratische Hürden und bieten keine nachhaltige Lösung für die angespannte Finanzsituation der Kliniken.
- Politik
Der Klinikverbund Hessen übt scharfe Kritik an den von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach vorgelegten Änderungen des Krankenhausversorgungsverbesserungsgesetzes (KHVVG). Trotz kleinerer Nachbesserungen seien wesentliche Kritikpunkte der Länder und Krankenhäuser, insbesondere die komplizierte Finanzierung über ein Vorhalteentgelt, nicht berücksichtigt worden. Achim Neyer, Vorstandsvorsitzender der Krankenhausgesellschaft, betont, dass die finanzielle Notlage der Krankenhäuser ungelöst bleibe, während die kommunalen Träger weiterhin hohe Zuschüsse leisten müssten. Zudem kritisierte Dr. Julia Hefty die geplanten Regelungen zur ambulanten Versorgung, da notwendige strukturelle Voraussetzungen in den Krankenhäusern noch nicht geschaffen worden seien. Reinhard Schaffert, Geschäftsführer des Klinikverbundes, bemängelt den hohen Zeitdruck bei der Umsetzung der Reform und das Fehlen einer Folgenabschätzung.
klinikverbund-hessen.de
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.