Knappschaft Kliniken wollen SÜV-Dependance in Wadern errichten: 20 Millionen Euro, 20 bis 50 Betten

Im saarländischen Wadern entsteht eine SÜV-Dependance der Knappschaft Kliniken mit ambulanten und stationären Leistungen. Die jahrelange Nordsaarlandklinik-Debatte findet damit eine Antwort…

22. September 2026
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Die Knappschaft Kliniken, das saarländische Gesundheitsministerium und die Stadt Wadern haben eine Absichtserklärung für eine SÜV-Dependance im Kreis Merzig-Wadern unterzeichnet. Das Konzept beendet die jahrelange Diskussion um eine „Nordsaarlandklinik“, die nach mehreren Klinikschließungen im Nordsaarland immer wieder aufgegriffen und verworfen worden war.

Geplant ist ein medizinisches Versorgungszentrum für ambulante Behandlung, ergänzt durch stationäre Kapazitäten in Innerer Medizin und Geriatrie mit 20 bis 50 Betten. Zum Leistungsspektrum sollen ambulantes Operieren, Telemedizin, Übergangs- und Kurzzeitpflege sowie ein POCT-Labor für patientennahe Sofortdiagnostik gehören.

Die Kosten werden auf rund 20 Millionen Euro geschätzt, die Inbetriebnahme ist in drei bis vier Jahren geplant. Nächste Schritte umfassen Grunderwerb, Erschließung, Bauleit- und Bauplanung sowie die Klärung von Finanzierungs- und Detailfragen mit Kostenträgern und Kassen. Zudem müssen Partner für den ambulanten Bereich gewonnen werden.

Geschäftsführer Stephan Kolling betont die Möglichkeit, ambulante, stationäre und präventive Angebote am Standort Wadern zu bündeln. Für komplexere Fälle ist eine enge Anbindung an die Knappschaft-Standorte in Sulzbach (276 Betten, ca. 48 km) und Püttlingen (419 Betten, ca. 55 km) vorgesehen. Grundlage des Vorhabens ist die Einigung der Spitzenverbände der Krankenkassen mit der Deutschen Krankenhausgesellschaft über die Finanzierungsrahmen für sektorenübergreifende Versorgungsformen.

Quelle:
kma-online.de

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