Konflikt um Reformkurs verschärft sich, GKV-Spitzenverband beharrt auf Einsparziel

Die KBV fordert stabile Bedingungen, kritisiert ungedeckte Leistungen und warnt vor Risiken aktueller Reformen. Der Konflikt mit der Politik spitzt sich zu…

8. Dezember 2025
  • Politik
  • Ökonomie

Die Vertreterversammlung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung drängt auf eine Kurskorrektur der Bundesregierung. Ärztinnen und Ärzte kritisieren fehlende Planbarkeit, steigende Belastungen und aus ihrer Sicht problematische Kompetenzverschiebungen. Laut KBV blieben 2024 Leistungen in Milliardenhöhe unvergütet, was die wirtschaftliche Lage der Praxen belastet und den Nachwuchs verunsichert. Die Vorsitzende der Vertreterversammlung bemängelte, dass die Politik den ambulanten Bereich als Hauptproblem darstelle und strukturelle Fragen wie versicherungsfremde Leistungen oder die Kliniklandschaft ausblende. Vorstandsmitglied Sibylle Steiner warnte vor einer Ausweitung von Befugnissen für Apotheken, da zentrale ärztliche Aufgaben nicht delegierbar seien. Die KBV verlangt belastbare Fortschritte bei Notfallversorgung, Patientensteuerung und Krankenhausstrukturen. Gleichzeitig hält der GKV-Spitzenverband an geplanten Einsparungen fest und fordert eine schnelle Einigung im Vermittlungsverfahren zu weiteren Entlastungen für die Pflege.

Quelle:
aok.de

Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.