Kostenfreies WLAN bleibt für viele Patienten im Krankenhaus die Ausnahme
Viele Krankenhäuser verlangen für WLAN weiter Gebühren. Laut Verivox zahlen Patienten teils bis zu fünf Euro pro Tag oder 30 Euro pro Woche. Zugleich fehlt 25 Prozent der Kliniken ein Gigabit-Anschluss…
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Kostenloses WLAN ist für Patienten in deutschen Krankenhäusern weiter kein Standard. Das zeigt eine Untersuchung von Verivox unter allen Universitätskliniken und den größten privaten Klinikträgern. Zwar bieten inzwischen mehr als die Hälfte der großen Kliniken gratis Internet an. Viele Häuser verlangen aber weiter Geld. Gleichzeitig fehlt 25 Prozent der Krankenhäuser ein Gigabit-Anschluss.
Bei den 37 deutschen Universitätskliniken zeigt sich ein uneinheitliches Bild. 22 Häuser, darunter die Charité Berlin sowie die Unikliniken Heidelberg und Freiburg, bieten durchgängig kostenloses WLAN an. 15 Einrichtungen schränken den Zugang ein oder verlangen grundsätzlich Gebühren. Für 24 Stunden Internetnutzung zahlen Patienten je nach Haus zwischen einem und fünf Euro. Eine Woche kostet zwischen sechs Euro im Uniklinikum Bielefeld und 30 Euro in der Uniklinik Mainz.
Auch die großen privaten Klinikverbünde verfolgen unterschiedliche Modelle. Helios ermöglicht laut Verivox kostenloses Surfen. Bei Asklepios und Sana unterscheiden sich die Gebühren je nach Standort. In den Hamburger Asklepios Kliniken kostet ein Tag drei Euro, eine Woche 15 Euro. Bei Sana reicht das Modell von einem Euro für ein Gigabyte täglich in Bad Doberan bis zu einmalig zehn Euro für einen WLAN-Voucher in Sommerfeld.
Hinzu kommt ein technisches Infrastrukturproblem. Laut Bundesbreitbandatlas haben 25 Prozent der Kliniken keinen Gigabit-Anschluss. Bremen erreicht 97 Prozent Gigabit-Verfügbarkeit, Hamburg 85 Prozent. Sachsen kommt auf 55 Prozent, Thüringen auf 57 Prozent und Sachsen-Anhalt auf 63 Prozent. Verivox sieht damit seit 2023 nur punktuelle Verbesserungen bei der digitalen Teilhabe klinisch versorgter Menschen.
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