Krankenhäuser fordern verlässliche Rahmenbedingungen statt weiterer Einschnitte

Die Kürzungsvorschläge für Krankenhäuser stoßen bei DKG-Vorstandsvorsitzendem Dr. Gerald Gaß auf scharfe Kritik. Er warnt vor Folgen für Versorgung, Beschäftigte und Trägervielfalt…

5. Mai 2026
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DKG-Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß kritisiert die aus der sogenannten Finanzkommission vorgelegten und vom Bundesgesundheitsministerium empfohlenen Kürzungsvorschläge scharf. Aus seiner Sicht gefährden sie die stationäre Versorgung in Deutschland, weil sie auf fehlerhaften Berechnungen und einer realitätsfernen Einschätzung der wirtschaftlichen Lage der Kliniken beruhen.

Gaß verweist darauf, dass Krankenhäuser bereits flächendeckend rote Zahlen schreiben. Allein 2025 seien rund 10 Mrd. € nötig gewesen, um die Versorgung aufrechtzuerhalten. Weitere Kürzungen würden nach seiner Einschätzung keine Konsolidierung bringen, sondern das System zusätzlich belasten. Besonders gefährdet sieht er die Versorgung außerhalb der Ballungsräume, wo Krankenhäuser häufig eine zentrale Rolle in der Daseinsvorsorge haben.

Kritik übt Gaß auch an den Folgen für die Beschäftigten. Wenn Tariftreue gefordert, die Refinanzierung dieser Tarife aber aus dem Gesetz gestrichen werde, steige der wirtschaftliche Druck auf Pflegekräfte, Ärztinnen und Ärzte sowie Verwaltungsmitarbeitende.

Zugleich betont Gaß, dass Krankenhäuser Strukturreformen bereits aktiv umsetzen, etwa durch Fusionen, Spezialisierungen und Zentralisierungen. Vorschläge für Einsparungen in Milliardenhöhe lägen vor, würden aber nicht aufgegriffen. Der Verband und die Führungskräfte in den Kliniken müssten nun klar Stellung beziehen und ein deutliches Signal für eine verlässliche, hochwertige und flächendeckende Krankenhausversorgung setzen.

Quelle:
daskrankenhaus.de

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