Krankenhaus Kelheim: Geschäftsführung weg, OP geschlossen, Konzept gescheitert

Die strategische Partnerschaft zwischen Landkreis Kelheim, Caritas und der Oberender AG ist Geschichte. Das Krankenhaus St. Lukas verliert Vertrauen und Struktur. 

22. April 2025
  • Politik
  • Ökonomie


Das Krankenhaus Kelheim gerät in schweres Fahrwasser. Innerhalb weniger Tage verlor die Klinik ihre Geschäftsführerin und musste den OP-Bereich schließen. Der Hintergrund: Sanierungsbedarf, der seit Jahren bekannt war. Die strategische Partnerschaft mit der Caritas und der Oberender AG, 2022 als Rettung präsentiert, zeigt keine Wirkung. Statt Transparenz herrscht Unklarheit – weder Aufsichtsräte noch Mitarbeitende wurden rechtzeitig informiert. Das Zukunftskonzept, mit dem Oberender und Caritas antraten, blieb Stückwerk. Urologie und Geriatrie als tragende Säulen existieren faktisch nicht. Statt geplanter Modernisierung folgen Rückbau und Vertröstung. Offen bleibt, was die Beraterzeit von Sabine Hehn den Landkreis kostete. Ein tragfähiges Konzept fehlt ebenso wie belastbare Perspektiven. Der Landkreis finanziert, doch die Entscheidungen trifft die Caritas. Kritiker sprechen von einem strukturellen Interessenskonflikt. Der Fall Kelheim könnte exemplarisch für die Risiken verfehlter Partnerschaftsmodelle im Klinikbereich stehen…

Quelle:

merkur.de


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