Krankenhausplan: Alle Krankenhäuser im Saarland bleiben erhalten
Gesundheitsminister Magnus Jung hat den neuen Krankenhausplan für das Saarland vorgestellt. So sinkt beispielsweise die Zahl der Standorte für künstliche Hüftgelenke von zwölf auf acht. Der Plan soll im Januar 2027 in Kraft treten…
- Politik
Der neue Krankenhausplan des Saarlandes sichert den Bestand aller Kliniken, verlangt aber eine stärkere Spezialisierung. Gesundheitsminister Magnus Jung (SPD) hat ihn am Dienstag vorgestellt. Der Ministerrat hat ihn nach mehreren Gesprächsrunden mit den Trägern abgesegnet. Er legt fest, welche Maßnahmen in den kommenden acht Jahren in der Krankenhauslandschaft geplant sind. Weitere Klinikschließungen sind nicht vorgesehen.
Jung verweist auf eine bereits erhebliche Konzentration von Standorten. Die Kliniken sollen sich auf bestimmte medizinische Fachgebiete spezialisieren, statt eine breite Palette an Leistungen anzubieten. Ziele des Plans sind laut Jung Bedarfsnähe, Krisenfestigkeit und der effektive Einsatz von Fachkräften. Die Grundversorgung bleibt in allen Landkreisen gewährleistet. Jung ist überzeugt, dass dies Kosten spart und die Behandlungsqualität verbessert.
Die finale Abstimmung mit einzelnen Trägern läuft noch. Dabei geht es darum, welcher Standort welche Leistungsgruppen übernimmt. Feststeht bereits, dass die Zahl der Standorte für künstliche Hüftgelenke von zwölf auf acht sinkt. Aktuell liegt der Saarpfalz-Kreis mit 55 Leistungsgruppen vorn, unter anderem durch das Universitätsklinikum Homburg. Der Regionalverband Saarbrücken folgt mit 49 Leistungsgruppen, Schwerpunkte sind Kardiologie, Gefäßmedizin und Neurologie.
Land und Bund stellen Investitionsfördermittel in Höhe von einer Milliarde Euro bereit, die innerhalb der nächsten zehn Jahre fließen sollen. Jung nennt das „sehr viel Geld“, es versetze das Land aber nicht in die Lage, „mit dem Füllhorn durch die Lande zu ziehen“. Die Mittel sollen deshalb gezielt eingesetzt werden. SR-Reporterin Nelly Thelen berichtet, dass die Träger im Großen und Ganzen zufrieden sind, bei Bauvorhaben aber weiterhin eigenes Geld zuschießen müssen.
Jung rechnet damit, dass der Plan wie vorgesehen zum Jahreswechsel in Kraft treten kann. Die Leistungsgruppen sollen jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Jung betont, dass es sich um einen dauerhaft flexiblen Prozess handelt. Thelen zufolge könnte es bei der Abdeckung der Leistungsgruppen noch Gesprächsbedarf geben, denn diese sind nicht „in Stein gemeißelt“.
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