Krankenhausplanung, die über Ländergrenzen hinweg gedacht wird
Berlin und Brandenburg rücken enger zusammen. Ministerin Müller und Bürgermeister Wegner fordern eine gemeinsame Krankenhausplanung entlang realer Patientinnen- und Patientenströme – jenseits formaler Landesgrenzen. Das Ziel ist eine wohnortnahe Versorgung statt eines bürokratischen Flickenteppichs.
- Politik
Brandenburgs Gesundheitsministerin Britta Müller plädiert für eine koordinierte Umsetzung der Krankenhausreform mit dem Land Berlin. Auf dem Sommerfest der Initiative „Gesundheitsstadt Berlin” betonte sie die Bedeutung gemeinsamer Planungen in einer eng verflochtenen Versorgungsregion. Patient:innen bewegten sich über Landesgrenzen hinweg – diese Realität müsse sich auch in der Krankenhausstrukturplanung widerspiegeln. Müller forderte mehr Flexibilität, Effizienz und Nähe in der Versorgung. Auch Berlins regierender Bürgermeister Kai Wegner sprach sich für eine länderübergreifende Kooperation aus. Er betonte, dass insbesondere frei-gemeinnützige Kliniken stärker berücksichtigt werden müssten. Investitionsstaus bestünden vielerorts. Wegner kündigte an, Mittel aus dem Bundes-Sondervermögen gezielt für Klinikinvestitionen einsetzen zu wollen. Im Mittelpunkt stehe dabei die Stärkung der Gesundheitsregion Berlin-Brandenburg. Zugleich warnte er vor Klinikschließungen in ländlichen Regionen und deren politischem Echo. Eine funktionierende Gesundheitsversorgung sei schließlich ein zentraler Faktor für das Vertrauen der Bevölkerung in staatliches Handeln.
tagesspiegel.de
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.