Krankenhausreform ab Januar 2027: Welche Kliniken in RLP künftig was behandeln dürfen
Rheinland-Pfalz benennt sieben Kliniken als künftige Regiokliniken ohne Notaufnahme. Die Krankenhausreform tritt am 1. Januar 2027 in Kraft und schränkt das Leistungsangebot vieler Häuser ein…
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Gesundheitsminister Clemens Hoch (SPD) hat sieben Krankenhäuser in Rheinland-Pfalz als künftige Regiokliniken benannt. Damit wird fast jede zehnte der rund 80 Kliniken im Land nicht mehr als klassisches Krankenhaus geführt.
Die betroffenen Standorte sind Hermeskeil, Bingen, Boppard und Kirn sowie neu hinzugekommen Bernkastel-Kues, Bad Dürkheim und Frankenthal. Regiokliniken verfügen über keine Notaufnahme und können weder Herzinfarkte noch Schlaganfälle behandeln. Sie bieten ambulante, stationäre und pflegerische Leistungen für sogenannte Alltagsnotfälle wie Sportverletzungen.
Das Modell geht auf die bundesweite Krankenhausreform zurück, die am 1. Januar 2027 in Kraft tritt. Ab dann zahlen Krankenkassen nur noch Leistungen, die das Land den Kliniken offiziell zugewiesen hat. Kliniken konnten zuvor Wünsche anmelden, welche Leistungsgruppen sie künftig anbieten wollen. Das vorgestellte Ergebnis ist noch nicht endgültig: Häuser können im Rahmen eines Beteiligungsverfahrens Stellungnahmen einreichen.
Das Beispiel Hermeskeil zeigt, was eine Umwandlung konkret bedeutet: Das frühere St.-Josef-Krankenhaus verlor Intensivstation und Notaufnahme, die Bettenzahl sank von 140 auf 20, die Mitarbeiterzahl um rund 100.
Die Krankenhausgesellschaft Rheinland-Pfalz erwartet keine wirtschaftliche Entlastung durch die Reform. Insolvenzen weiterer Kliniken bleiben möglich. Bei planbaren Eingriffen müssen Patienten künftig teils längere Anfahrten einkalkulieren.
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