Krankenhausreform bedroht Praxisklinik Travemünde: SPD fordert Erhalt statt Schließung

Die Praxisklinik Travemünde soll nach Plänen der Landesregierung im Zuge der Krankenhausreform schließen. Der SPD-Ortsverein Kücknitz-Travemünde fordert das Gegenteil…

21. Juli 2026
  • Politik

Der SPD-Ortsverein Kücknitz-Travemünde widerspricht Plänen der schleswig-holsteinischen Landesregierung, die Praxisklinik Travemünde im Rahmen der Krankenhausreform zu schließen. Hintergrund ist eine Pressemitteilung von Gesundheitsministerin Prof. Dr. Kerstin von der Decken (CDU) vom 9. Juli 2026.

Nach den Reformplänen des Landes sollen Patientinnen und Patienten in Travemünde künftig ausschließlich ambulant in Facharztpraxen behandelt werden. Wer stationäre Versorgung benötigt, soll in die Sana-Kliniken oder das UKSH verwiesen werden. Die Praxisklinik werde die Anforderungen der Gesundheitsreform voraussichtlich nicht erfüllen.

SPD-Landtagskandidat Henning Grosskreutz betont die Bedeutung wohnortnaher Versorgung, besonders für ältere Menschen. Er verweist zudem auf das Bevölkerungswachstum durch neue Wohngebiete am Dreilingsberg und am Howingsbrook und fordert einen Ausbau statt einer Schließung der Einrichtung.

Vorstandsmitglied Renate Prüß hebt das bewährte Konzept der Praxisklinik hervor, das stationäre und ambulante Versorgung verbindet und sich von einem klassischen Krankenhaus unterscheide. Co-Kreisvorsitzende Sandra Odendahl spricht sich für einen Dialog mit Ärzten, Bürgerinnen und Bürgern sowie Entscheidungsträgern aus, um den Erhalt der Einrichtung zu sichern.

Quelle:
hl-live.de

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