Krankenhausreform: Brandenburg stellt sich auf längere Wege ein

Brandenburg bereitet sich auf die Krankenhausreform vor. Zwar bleiben alle Klinikstandorte erhalten, aber Patienten müssen künftig weitere Wege in Kauf nehmen. Die Notfallversorgung soll gesichert bleiben, komplexe Eingriffe werden jedoch auf spezialisierte Zentren konzentriert. Ministerin Müller fordert mehr Bundesmittel zur Finanzierung.

21. März 2025
  • Politik


Mit fünf Regionalkonferenzen startet Brandenburg die Umsetzung der Krankenhausreform. Gesundheitsministerin Britta Müller (parteilos) betont, dass alle Klinikstandorte erhalten bleiben, sich die medizinische Versorgung aber stark verändern wird. Während Routineeingriffe zunehmend ambulant in medizinischen Versorgungszentren stattfinden sollen, werden komplexe Operationen wie Krebsbehandlungen auf spezialisierte Zentren konzentriert.

Für Patienten bedeutet dies mitunter längere Anfahrtswege. Auch Telemedizin soll eine größere Rolle spielen. Ärzte sehen Potenzial für eine stärkere Ambulantisierung: Schon jetzt könnten 20 % der Krankenhausfälle ambulant behandelt werden, dieser Anteil dürfte weiter steigen.

Die Finanzierung der Reform bleibt eine offene Frage. Müller fordert, dass der Bund sich stärker am Transformationsfonds beteiligt, um die Umstrukturierungen zu unterstützen. Der Vorstandsvorsitzende der Krankenhausgesellschaft Brandenburg, Detlef Troppens, kritisiert, dass die Mittel insgesamt nicht ausreichen. Auch die Inflation setzt viele Kliniken finanziell unter Druck.

Unklar bleibt zudem, welche Kliniken künftig welche Leistungen anbieten werden. Sicher sei nur, dass Notfallstationen für Herzinfarkte und Schlaganfälle erhalten bleiben. Die Krankenkassen mahnen eine enge Zusammenarbeit zwischen Kliniken, Ärzten und Kommunen an, um die Versorgung in Brandenburg langfristig sicherzustellen…

Quelle:

maz-online.de


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