Krankenhausreform gerät zur Belastungsprobe für die Versorgung

Statt Stabilität bringt die Krankenhausreform Unsicherheit und Kürzungen. Die DKG fordert klare politische Verantwortung…

3. November 2025
  • Politik

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) kritisiert die Bundesregierung scharf für ihre jüngsten Entscheidungen zur Krankenhausreform. Das Krankenhausreformanpassungsgesetz (KHAG) und die geplanten Einsparungen von 1,8 Milliarden Euro verschärfen laut DKG die Lage der Kliniken erheblich. Statt Planungssicherheit entstehe ein Klima aus Überregulierung, finanziellen Belastungen und wachsender Bürokratie.

Besonders die Vorhaltefinanzierung, starre Strukturvorgaben und die Verschiebung stationärer Leistungen in den ambulanten Bereich führten zu Ungleichbehandlungen und Fehlanreizen. Eine koordinierte Strategie fehle ebenso wie eine fundierte Folgenabschätzung. Die DKG spricht von einem schleichenden Strukturwandel, der Klinikschließungen in Kauf nimmt. Vorstandsvorsitzender Dr. Gerald Gaß fordert die Bundesregierung auf, Verantwortung zu übernehmen und offen zu benennen, welche Krankenhauslandschaft künftig gewollt ist. Reformen müssten partnerschaftlich, planvoll und verlässlich umgesetzt werden, um die Versorgung zu sichern.

Quelle:
daskrankenhaus.de

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