Krankenhausreform: Gesetz verabschiedet, aber Finanzierung sorgt für Unmut

Die kürzlich verabschiedete Krankenhausreform zielt darauf ab, das Kliniksterben zu verhindern und das Gesundheitssystem zu modernisieren, wird jedoch scharf kritisiert, da die Finanzierung überwiegend gesetzlich Versicherte belastet, während private Krankenversicherungen weitgehend unbeteiligt bleiben.

22. Oktober 2024
  • Politik
  • Ökonomie


Die dringend notwendige Krankenhausreform, die vom Bundestag beschlossen wurde, soll eine Überversorgung an Kliniken abbauen und die Qualität durch Spezialisierung verbessern. Während der Umbau den finanziellen Druck auf Krankenhäuser verringern und vor allem im ländlichen Raum neue Versorgungseinrichtungen schaffen soll, bleibt die Finanzierung stark umstritten. Die geschätzten Kosten von 50 Milliarden Euro sollen zur Hälfte von den gesetzlichen Krankenkassen und den Ländern getragen werden, wobei private Krankenversicherungen nicht verpflichtet sind, sich zu beteiligen. Diese ungleiche Verteilung belastet vor allem die Beitragszahler der gesetzlichen Krankenversicherung und wird zu einer spürbaren Erhöhung der Sozialbeiträge führen. Kritiker fordern daher, die Kosten gerechter zu verteilen – etwa durch den Einsatz von Steuermitteln oder eine Reform des dualen Krankenversicherungssystems…

Quelle:

taz.de


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