Krankenhausreform im Praxistest: Wie das gKU Donau-Ries die Vorgaben bereits erfüllt

Jürgen Busse, Vorstandsvorsitzender des gKU Donau-Ries, sieht die drei Kreiskliniken gut aufgestellt. Frühzeitige Spezialisierung und stabile Auslastung sichern den Bestand. Personalabbau ist nicht geplant…

28. Juli 2026
  • Politik
  • Ökonomie

Die drei Kreiskliniken des Gemeinsamen Kommunalunternehmens (gKU) im Landkreis Donau-Ries sind nach Einschätzung von Vorstandsvorsitzendem Jürgen Busse nicht in ihrer Existenz gefährdet. Das gKU habe die geforderte Spezialisierung bereits vor Jahren eingeleitet und erfülle damit zentrale Vorgaben der Bundesreform.

Die Reform zielt darauf ab, Krankenhäuser stärker auf bestimmte Leistungsgruppen zu verpflichten und die Finanzierung von Fallpauschalen auf Vorhaltekosten umzustellen. Kliniken ohne ausreichende Spezialisierung sollen künftig nur noch Basisversorgung anbieten dürfen.

Im gKU sind die Schwerpunkte bereits verteilt. Allgemein- und Viszeralchirurgie in Donauwörth, Kardiologie in Nördlingen und therapeutische Versorgung älterer Menschen in Oettingen. Die Onkologie in Donauwörth wird aktuell ausgebaut, darunter eine Mammografie-Einheit zur Brustkrebsvorsorge. Gesundheitsministerin Judith Gerlach (CSU) habe die Strukturen der drei Häuser zuletzt persönlich gelobt und keinen akuten Handlungsbedarf geäußert.

Die 554 Betten sind gut ausgelastet. Im ersten Halbjahr behandelte das gKU 300 Fälle mehr als im ersten Halbjahr 2025. Zunehmend kommen Patienten aus dem Raum Augsburg-Nord und aus Württemberg, letzteres infolge der Schließung der Klinik in Ellwangen.

Sichtbar wird der Wandel auch für Patienten. Während der ersten Jahreshälfte gab es bereits 600 ambulante Tagesfälle. Personalabbau ist nicht geplant, in einzelnen Fachbereichen soll gezielt eingestellt werden. Im Pflegebereich beschäftigt das gKU rund 300 Vollzeitstellen.

Quelle:
augsburger-allgemeine.de

Medinfoweb
Die etablierte Informationsplattform für Informatik, Ökonomie, Marketing und Qualitätsmanagement im Gesundheitswesen.

Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.