Krankenhausreform in Kiel und Neumünster: Überversorgung in der Endoprothetik soll abgebaut, Fachkliniken gestärkt werden
Schleswig-Holsteins Gesundheitsministerium hat auf der Regionalkonferenz Mitte das Zielbild für 15 Klinikstandorte rund um Kiel und Neumünster vorgestellt. Drei Standorte könnten ihre stationäre Versorgung verlieren…
- Ökonomie
Das schleswig-holsteinische Gesundheitsministerium hat am 5. Oktober 2026 auf der fünften Regionalkonferenz in Kiel das Zielbild für die Krankenhauslandschaft der Versorgungsregion Mitte präsentiert. Rund 60 Vertreter aus Kommunen, Politik und Kliniken nahmen teil.
Die Region umfasst 15 Krankenhausstandorte in Kiel, Neumünster sowie den Kreisen Plön, Segeberg und Rendsburg-Eckernförde. Drei Häuser sollen das Rückgrat der stationären Versorgung bilden: das UKSH Campus Kiel als Maximalversorger, das Städtische Krankenhaus Kiel als Schwerpunktversorger und das Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster, das als Krankenhaus der Maximalversorgung vorgesehen ist. Die Klinik Preetz ergänzt mit Grund- und Basisnotfallversorgung sowie geplantem Aufbau geriatrischer Strukturen.
Sechs Fachkliniken sollen gestärkt werden. Im Bereich Endoprothetik stellt das Ministerium eine Überversorgung in Kiel fest. Das Sankt Elisabeth Krankenhaus soll seine Leistungen an das Lubinus Clinicum abgeben. Die Auenlandklinik Bad Bramstedt und das Helios Klinikum Kiel erfüllen derzeit die Voraussetzungen für beantragte Leistungsgruppen nicht. Die Praxisklinik Kronshagen und die Klinik Klosterstraße Neumünster könnten in rein ambulante Strukturen überführt werden.
Das Anhörungsverfahren läuft bis 31. Oktober 2026. Die verbindliche Zuweisung der Leistungsgruppen erfolgt im Dezember mit Wirkung zum 1. Januar 2027. Für Umstrukturierungen hat das Land eine Übergangsfrist bis 1. Januar 2028 geschaffen.
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