Krankenhausreform: Länder erhalten mehr Mitspracherecht

Mehr Qualität, aber auch längere Wege: Die Krankenhausreform kommt mit Leistungsgruppen, Transformationsfonds und technischem Grouper. Was Ministerin Warken plant, welche Kliniken betroffen sind und warum der Umbau kein Spaziergang, sondern ein Marathon wird.

16. Juni 2025
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Die Krankenhausreform geht in die entscheidende Phase. Ab 2027 sollen Eingriffe nur noch in Kliniken erfolgen, die festgelegte Qualitätskriterien erfüllen. Ziel ist eine verbesserte medizinische Versorgung durch Spezialisierung. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das mehr Qualität, teils aber auch längere Anfahrtswege – besonders im ländlichen Raum. Die Umsetzung basiert auf drei Säulen: der Leistungsgruppen-Verordnung mit verbindlichen Standards, einem Transformationsfonds in Höhe von 50 Milliarden Euro zur strukturellen Modernisierung und dem Leistungsgruppen-Grouper als technischem Herzstück der neuen Vergütungssystematik. Erste Details wurden bereits verabschiedet, weitere werden bis Ende 2025 erwartet. Die Bundesländer erhalten bei der Umsetzung mehr Mitspracherechte, was zu regionalen Anpassungen führen kann. Ministerin Warken betont den Dialog mit den Ländern, warnt jedoch vor einer Verwässerung der Reform durch zu viele Ausnahmen. Die Übergangsphase bis 2028 soll einen geordneten Wandel ermöglichen.

Quelle:

apotheken-umschau.de


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