Krankenhausreform: Länder fordern Sorgfalt vor Hektik

Die Umsetzung des Krankenhauspflegeentlastungsgesetzes (KHVVG) gerät durch enge Fristen unter Druck, was die geplante Transformation der Krankenhauslandschaft gefährdet. Experten und Länder warnen vor Versorgungsengpässen und fordern ein Aussetzen der Vorhaltefinanzierung, um eine sorgfältige und tragfähige Krankenhausplanung nach Leistungsgruppen zu gewährleisten.

5. Februar 2025
  • Politik
  • Ökonomie


Mit der Verabschiedung des Krankenhauspflegeentlastungsgesetzes (KHVVG) müssen alle Bundesländer bis März 2025 zentrale Vorgaben zur Krankenhausplanung nach Leistungsgruppen erarbeiten. Die engen Fristen führen zu erheblichen Herausforderungen, insbesondere bei der Sicherung der regionalen Patientenversorgung. Kritiker sehen die Vorhaltefinanzierung als zusätzlichen Belastungsfaktor und nicht als Lösung für die finanziellen Probleme der Kliniken. Aktuelle Umfragen zeigen, dass nur wenige Krankenhäuser eine positive Wirkung der Vorhaltefinanzierung erwarten. Die Länder fordern deshalb eine zeitliche Entzerrung der Umsetzung und eine bessere Abstimmung zwischen Krankenhausplanung und Finanzierungsregelungen. Ein Aussetzen der Vorhaltefinanzierung könnte den Druck mindern und die notwendige Grundlage für langfristige Investitionen von über 50 Milliarden Euro schaffen. Nur durch sorgfältige Planung lassen sich die Risiken neuer Versorgungsengpässe und Fehlanreize vermeiden…

Quelle:

daskrankenhaus.de


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