Krankenhausreform: Ländliche Kliniken warnen vor Versorgungslücken
Die geplante Krankenhausreform stellt ländliche Kliniken vor existenzielle Herausforderungen, denn starre Leistungsgruppen und Fallzahlen könnten zu drastischen Einschnitten in der medizinischen Versorgung führen.
- Politik
Die geplante Krankenhausreform stellt ländliche Kliniken vor existenzielle Herausforderungen, denn starre Leistungsgruppen und Fallzahlen könnten zu drastischen Einschnitten in der medizinischen Versorgung führen.
Die geplante Krankenhausreform sorgt in der Region für erhebliche Unruhe, vor allem in ländlichen Kliniken wie dem SRH Krankenhaus Sigmaringen. Nach den Schließungen in Pfullendorf und Bad Saulgau ist Sigmaringen die letzte verbliebene Klinik im Landkreis. Geschäftsführer Sven Schönfeld kritisiert, dass starre Fallzahlen in Leistungsgruppen wie der Allgemeinchirurgie den Betrieb gefährden könnten. Werden die geforderten Mindestzahlen nicht erreicht, droht der Verlust der Vergütung, so dass Patienten mit Leistenbrüchen oder Blinddarmentzündungen in Nachbarkreise verlegt werden müssten.
Betroffen ist auch das Zollernalb-Klinikum. Hier investiert man in ein 400-Millionen-Euro-Projekt für ein Zentralklinikum zwischen Balingen und Albstadt, um die Versorgung zu sichern. Dennoch beobachtet man die Reform mit Sorge, da noch unklar ist, wie die Leistungsgruppen künftig zugeordnet werden.
Die ADK GmbH in der Alb-Donau-Region setzt auf Kooperationen mit größeren Kliniken, um durch gemeinsame Nutzung von Ressourcen die medizinische Versorgung sicherzustellen. Die Sana-Kliniken in Biberach kritisieren dagegen den „planwirtschaftlichen Ansatz“ der Reform, der regionale Besonderheiten ignoriere und eher zu mehr als zu weniger Bürokratie führen könne…
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