Krankenhausreform: Mindestvorhaltezahlen könnten kleinere Krankenhäuser hart treffen
Laut Vebeto-Analyse führt die geplante Krankenhausreform durch die Einführung von Mindestvorhaltezahlen bei einem Drittel der Standorte zu erheblichen Einnahmeverlusten, wobei kleine und ländliche Kliniken besonders gefährdet sind, während spezialisierte und größere Häuser profitieren könnten.
- Politik
- Ökonomie
Eine Analyse des Beratungsunternehmens Vebeto im Auftrag der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG) zeigt die drastischen Folgen der geplanten Krankenhausreform. Vebeto hat dazu die Auswirkungen auf 1.589 Klinikstandorte untersucht. Insbesondere die Einführung von Mindestvorhaltungen bei Betten, Personal und Ausstattung könnte der Simulation zufolge bei einem Drittel der Kliniken zu Erlöseinbußen zwischen drei und 30 Prozent führen. Kleine Krankenhäuser in ländlichen Regionen stehen dabei vor den größten Herausforderungen, da Fallzahlschwankungen die finanzielle Planungssicherheit gefährden können. Der Ansatz, die Abhängigkeit von den Fallpauschalen zu reduzieren, stößt bei der DKG auf Kritik, da bei Unterschreitung der Mindestvorhaltemenge die Vorhaltefinanzierung vollständig entfällt. Lediglich 214 Kliniken – vor allem spezialisierte und größere Häuser – würden von der Reform profitieren. DKG-Hauptgeschäftsführer Gerald Gaß bezeichnet die Pläne daher als Bedrohung für die Krankenhauslandschaft…
morgenpost.de
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.