Krankenhausreform setzt Klinikum Ernst von Bergmann im kommenden Jahr unter neuen Spardruck

Das Potsdamer Klinikum Ernst von Bergmann erwartet 2027 ein Ergebnisrisiko von bis zu 36 Mio. Euro und entwickelt deshalb mit einer Taskforce Gegenmaßnahmen…

5. Oktober 2026
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Die Geschäftsführung des kommunalen Klinikums Ernst von Bergmann in Potsdam bereitet sich auf erhebliche Ergebnisbelastungen im Jahr 2027 vor. Erste grobe Schätzungen beziffern das Risiko auf bis zu 36 Mio. Euro. Auslöser sind die Krankenhausreform, das GKV-Stabilisierungsgesetz, veränderte Vergütungen für Krankenhausleistungen, eine andere Refinanzierung der Pflegepersonalkosten und eine steigende Prüfquote des Medizinischen Dienstes.

Im laufenden Geschäftsjahr 2026 liegt das Klinikum nach eigenen Angaben im Plan. Das Ergebnis soll deutlich besser ausfallen als in den Vorjahren. Sprecher der Geschäftsführung Tomislav Gmajnic führt dies auf das Engagement der Mitarbeitenden, gesteigerte Erlöse und erschlossene Einsparpotenziale zurück. Die veränderten politischen Rahmenbedingungen erhöhten nun erneut den Druck auf das Ergebnis.

Eine interne Taskforce mit Führungskräften aus Pflege, ärztlichem Dienst und Therapie sowie Mitgliedern des Betriebsrats soll ein Maßnahmenpaket mit konkreten Einsparmöglichkeiten entwickeln. Der Aufsichtsrat befasst sich am 9. Oktober 2026 erstmals damit. Eine abschließende Entscheidung soll in den folgenden Wochen fallen.

Das gesamte Klinikum kommt auf den Prüfstand. Offen ist, ob Stellen wegfallen, welche Bereiche Einsparungen übernehmen müssen oder das Leistungsangebot angepasst wird. Schnell umsetzbare Effizienzgewinne seien weitgehend ausgeschöpft. Dr. Christian Unzicker rechnet deshalb mit einem schwierigen Weg und schmerzhaften Einschnitten. Das Management setzt dabei auf die Unterstützung der Mitarbeitenden und das Verständnis der Bevölkerung. Die Taskforce und die transparente Kommunikation gegenüber Aufsichtsrat und Öffentlichkeit sollen zeigen, dass das Klinikum frühzeitig auf die bundesweit bestehenden Finanzierungsrisiken reagiert.

Quelle:
ku-gesundheitsmanagement.de

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