Krankenhausreform trifft Oelde: 400 Jobs in Gefahr

Das Marienhospital Oelde schließt zum 31. Dezember 2026. Sinkende Fallzahlen, Krankenhausreform und wirtschaftlicher Druck zwangen die KHO zur Aufgabe des Standorts…

8. September 2026
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Die Katholische Hospitalvereinigung Ostwestfalen (KHO) schließt das Marienhospital Oelde zum 31. Dezember 2026. Kontinuierlich sinkende Fallzahlen, ein reduziertes Leistungsgruppenangebot im nordrhein-westfälischen Krankenhausplan sowie wirtschaftliche Belastungen machen einen dauerhaften Betrieb nach Angaben des Trägers unmöglich.

Die strukturellen Probleme reichen mehrere Jahre zurück. Bereits Anfang 2025 musste das Haus im Zuge der NRW-Krankenhausplanung die Geburtshilfe und die Geriatrie aufgeben. Der aktuelle Krankenhausplan weist dem Standort ein deutlich reduziertes Leistungsgruppenangebot zu. Zusätzlich belasten ein hoher Investitionsbedarf in Gebäude und Infrastruktur sowie das GKV-Beitragssatz-Stabilisierungsgesetz die wirtschaftliche Lage.

Von der Schließung sind rund 400 Beschäftigte betroffen. Betriebsbedingte Kündigungen sind laut KHO nicht vorgesehen. Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sollen Arbeitsangebote an anderen KHO-Standorten gemacht werden.

Die Patientenversorgung bleibt bis Jahresende unverändert aufrechterhalten. Die KHO verweist darauf, dass umliegende Krankenhäuser die Versorgung der Region sicherstellen. Das Marienhospital gehört seit 2022 zur KHO, die mehrere Häuser in Ostwestfalen-Lippe betreibt. Der Träger kündigte an, nach dem Ende des stationären Betriebs ein Gesundheitsangebot am Standort entwickeln zu wollen.

Quelle:
bibliomedmanager.de

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