Krankenhaustransformationsfonds: Plankrankenhäuser in NRW können ab sofort Förderanträge stellen
NRW hat den Förderaufruf für den Krankenhaustransformationsfonds gestartet. Von 7,2 Milliarden Euro Gesamtvolumen entfallen 2,6 Milliarden auf Landesmittel, davon ein Drittel verpflichtend für Klimaanpassungsmaßnahmen…
- Politik
- Ökonomie
Das Gesundheitsministerium NRW hat am 18. August den Förderaufruf für den Krankenhaustransformationsfonds (KHTF) an die nordrhein-westfälischen Plankrankenhäuser versandt. Für Vorhaben in NRW stehen insgesamt 7,2 Milliarden Euro bereit, davon rund 2,6 Milliarden Euro Landesmittel. Eine Pflichtauflage des Landes: Ein Drittel der bewilligten Landesmittel muss für Klimaanpassungsmaßnahmen eingesetzt werden, ausdrücklich einschließlich Klimatisierung.
Der KHTF ist Teil der Krankenhausreform auf Bundesebene und läuft von 2026 bis 2035. Antragsberechtigt sind alle im Krankenhausplan aufgenommenen Häuser. Unikliniken sind ausgenommen, denn für sie ist ein separates Verfahren über das Ministerium für Kultur und Wissenschaft vorgesehen.
Förderfähig sind Vorhaben, die mindestens eines von drei Kriterien erfüllen: standortübergreifende Konzentration akutstationärer Kapazitäten, Aufbau oder Ausbau von Zentren für seltene oder komplexe Erkrankungen sowie Bildung oder Fortentwicklung regionaler Krankenhausverbünde. Die antragstellenden Häuser müssen einen Eigenanteil von zehn Prozent der förderfähigen Kosten tragen.
Anträge sind ausschließlich digital über ein Antragsportal einzureichen. Einsendeschluss ist der 1. Januar 2027. Das Ministerium kündigt weitere Förderaufrufe an. Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann begründet die Klimaanforderung mit den Hitzeerfahrungen des laufenden Sommers. NRW gehört damit zu den ersten Bundesländern, die den KHTF operativ in Gang setzen.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.