Bremen bündelt Klinikversorgung: Fusion von Links der Weser und Bremen-Mitte kostet 172,9 Millionen Euro

Die Finanzierung der Bremer Klinikfusion ist freigegeben. 172,9 Millionen Euro sollen die Zusammenlegung von Links der Weser und Bremen-Mitte zu einem Maximalversorger ermöglichen…

10. Juli 2026
  • Ökonomie

Die Gesundheit Nord kann den Bauantrag für die Fusion der Standorte Links der Weser und Bremen-Mitte stellen. Die Finanzierung von 172,9 Millionen Euro ist freigegeben, der Umzug der stationären Bereiche von Links der Weser nach Bremen-Mitte ist für Anfang 2030 geplant. Dort soll ein Maximalversorger entstehen, der alle wichtigen medizinischen Disziplinen vereint.

Kernstück des Vorhabens ist ein Neubau zwischen den bestehenden Gebäuden, der sogenannte „Lückenschluss“. Er nimmt Herz-OP-Säle und Herzkatheterlabore auf und ergänzt das Leistungsspektrum am Standort Bremen-Mitte um die Herzmedizin. Die Notaufnahme wird erweitert und um eine kassenärztliche Ambulanz ergänzt, die Patienten ohne stationären Behandlungsbedarf versorgt.

Die Palliativstation des Klinikums Links der Weser zieht in eine umgestaltete Station am neuen Standort um. Geplant sind zwölf Einzelzimmer mit geeigneten Bädern, eine Gemeinschaftsküche für Angehörige sowie eine begrünte Dachterrasse. Das bereits vorhandene fahrerlose Transportsystem wird ausgebaut. Künftig soll auch Haus 1 mit Notaufnahme und zentraler Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte angeschlossen werden.

Die Kostensteigerung gegenüber dem bisherigen Planungsstand beträgt 1,95 Prozent. Den Großteil der Finanzierung trägt der Krankenhaustransformationsfonds. Der Aufsichtsrat hatte die Fusion im Sommer 2023 beschlossen. Geschäftsführerin Dorothea Dreizehnter bezeichnet sie als „unerlässlich, um dauerhaft wirtschaftlich arbeiten zu können“.

Quelle:
kreiszeitung.de

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