Kreis Borken: Zwei Krankenhausträger sondieren gemeinsame Versorgungszukunft
Die Klinikum Westmünsterland GmbH und die St. Antonius-Hospital Gronau GmbH führen Gespräche über eine engere Zusammenarbeit, um die medizinische Versorgung im Kreis Borken langfristig zu sichern…
- Ökonomie
Die Klinikum Westmünsterland GmbH und die St. Antonius-Hospital Gronau GmbH prüfen mögliche Formen einer engeren Kooperation. Beide Träger haben dies am 29. Juni 2026 in einer gemeinsamen Presseerklärung bekanntgegeben. Ziel ist die langfristige Sicherung und Weiterentwicklung der medizinischen Versorgung im Kreis Borken.
Als Hintergrund nennen beide Häuser strukturelle Belastungen: steigende Qualitäts- und Spezialisierungsanforderungen, Fachkräftemangel sowie bevorstehende Veränderungen in Krankenhausplanung und -finanzierung. Das geplante GKV-Sparpaket auf Bundesebene verschärft die Lage zusätzlich.
In den Gesprächen stehen drei Schwerpunkte im Vordergrund: die Weiterentwicklung spezialisierter Angebote, eine engere Zusammenarbeit in ausgewählten Leistungsbereichen sowie die Nutzung gemeinsamer Potenziale.
Die Klinikum Westmünsterland GmbH ist mit rund 6.500 Mitarbeitenden, vier Krankenhausstandorten in Ahaus, Bocholt, Borken und Rhede sowie über 1.450 Planbetten der größte Gesundheitsversorger im Westmünsterland. Das St. Antonius-Hospital Gronau beschäftigt rund 1.600 Mitarbeitende, verfügt über 266 Planbetten und zehn Fachkliniken. Ein Schwerpunkt liegt auf roboterassistierter Chirurgie mit fünf da-Vinci-Operationssystemen. Gesellschafter sind die Kirchengemeinden St. Antonius in Gronau und St. Agatha in Epe.
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