Kreiskrankenhaus St. Ingbert soll sich zum Gesundheitscampus für Altersmedizin entwickeln
Das Kreiskrankenhaus St. Ingbert setzt auf ein klareres Profil, während HNO und Wirbelsäulenchirurgie nach aktuellem Stand perspektivisch nicht fortgeführt werden…
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Nach den bisherigen Gesprächen mit dem Land erwartet das Kreiskrankenhaus St. Ingbert, langfristig eine wichtige Rolle als wohnortnaher Grund- und Regelversorger zu übernehmen. Die Krankenhausplanung ist jedoch noch nicht abgeschlossen. Die Klinik sieht sich darin bestärkt, ihren eingeschlagenen strategischen Kurs fortzusetzen.
Orthopädie und Unfallchirurgie sowie Altersmedizin und geriatrische Rehabilitation sollen weiter gestärkt werden. Geplant ist ein umfassender endoprothetischer Schwerpunkt, ergänzt durch den Einstieg in robotikassistierte Operationsverfahren. Landrat Frank John, Aufsichtsratsvorsitzender des Krankenhausträgers, sieht darin ein wichtiges Signal für die Region.
Ärztliche Direktorin Dr. Meyer-Lang sieht die Stärke des Hauses in der Verbindung von Orthopädie, Anästhesie, Altersmedizin, internistischer Expertise, Geriatrie und Rehabilitation. Schrittweise soll ein Gesundheitscampus für Altersmedizin mit spezialisierter orthopädischer Versorgung entstehen. Die Klinik arbeitet bereits eng mit der Universitätsklinik des Saarlandes in der Altersmedizin zusammen, künftig auch in der Radiologie. Mit „Reha Zuhause“ bietet sie zudem eine mobile geriatrische Rehabilitation im häuslichen Umfeld an.
Der erwartete Wegfall von HNO und Wirbelsäulenchirurgie setzt Personal und Infrastruktur frei, die die Klinik für den Ausbau der Schwerpunkte nutzen will. Für die künftige Versorgung in diesen Bereichen wurden bereits Gespräche mit anderen Krankenhausträgern geführt. Die Belegschaft wurde in einer Betriebsversammlung über den Planungsstand informiert. Für die betroffenen Beschäftigten sollen nach Möglichkeit Weiterbeschäftigungsperspektiven entstehen.
Die geplante Robotik-Investition soll die Attraktivität des Standorts für Patientinnen, Patienten und Fachkräfte erhöhen. Aufsichtsratsvorsitzender John sieht insbesondere das Land in der Verpflichtung, die nötige Infrastruktur zu finanzieren. Geschäftsführer Zwirner setzt auf ein klares Profil als Antwort auf die Krankenhausreform.
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