Kreisräte sehen das Helios Amper-Klinikum auf gutem Weg
Die Klinikleitung des Helios Amper-Klinikums Dachau stellt im Kreistag Verbesserungen in der Pflege vor. Mehr Personal, höhere Dienstbesetzung und ein Medikamentenroboter sollen das Pflegepersonal entlasten…
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Am vergangenen Freitag brachte Dominik Teich, Geschäftsführer des Helios Amper-Klinikums Dachau, mit Florian Lendholt, dem Regionalgeschäftsführer Süd des Krankenhauskonzerns, Verstärkung in den großen Saal des Landratsamtes. Motto: „Wir gehen in die Offensive“. Die Klinikleitung des Helios Amper-Klinikums Dachau will die Situation der Pflege nach schweren Missständen verbessern und belegt dies im Kreistag mit Zahlen. Ob für das Personal tatsächlich eine neue Zeit angebrochen ist, muss sich laut Peter Heller (Bündnis für Dachau/Volt) erst noch zeigen.
Seit 2022 hat die Klinik den Pflegedienst um 84 Vollkräfte erweitert. Von Januar bis September 2026 waren im Schnitt 76 Prozent der Dienste erfüllt, von Juli bis September 93 Prozent. Das Ziel liegt bei 75 Prozent Versorgungssicherheit.
Ein Roboter übernimmt im Rahmen des Unit-Dose-Systems die automatisierte Medikamentenausgabe. Teich kündigte an, dass Ende des Jahres die gesamte Klinik versorgt wird. Lendholt hält Fehler des Roboters für nahezu ausgeschlossen.
Abmeldungen auf Intensiv-, Überwachungs- und Notfallstation gibt es nach Teichs Angaben praktisch nicht mehr. Die Intensivstation war 2022 an 86 von 100 Tagen abgemeldet, inzwischen an einem Tag.
Vom 22. Juni bis 8. Oktober gingen 72 Beanstandungen ein, 90 Prozent davon löste die Klinik innerhalb eines Arbeitstages. Anfang Oktober nahmen 50 Mitarbeiter aus allen Berufsgruppen an einem zweitägigen Workshop teil, der Kommunikation, Wir-Gefühl sowie Strukturen und Prozesse verbessern sollte.
Bernhard Seidenath (CSU) sieht die Klinik auf einem guten Weg. Hubert Böck (SPD) sieht den Versorgungsauftrag dagegen nicht erfüllt und mahnt Kontinuität in der Klinikleitung an.
Arthur Stein (Grüne) berichtete von seiner Frau, die mit einem Blutdruck von 290 in die Notaufnahme kam, lange warten musste und später nach München-Bogenhausen verlegt wurde. Ein Pfleger in Dachau habe gesagt, das sei gut so, denn in München sei die Pflege besser.
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