Kreißsaal am Helios-Spital Überlingen vor ungewisser Zukunft
Die anstehende Prüfung des Medizinischen Dienst analysiert nüchtern die strukturellen Voraussetzungen der Geburtshilfe in Überlingen. Bewertet wird ausschließlich die gegenwärtige Ausstattung. Das Ergebnis dürfte für den Standort richtungsweisend sein…
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Am Helios-Spital Überlingen steht die Zukunft der Geburtshilfe auf dem Prüfstand. Der Medizinische Dienst Baden-Württemberg begutachtet im Auftrag des Regierungspräsidiums, ob die gesetzlichen Mindestanforderungen erfüllt sind (LOPS). Geprüft werden Personal, Technik und Abläufe.
Für die Leistungsgruppen Frauenheilkunde und Geburtshilfe schreibt das Gesetz unter anderem drei Fachärztinnen und Fachärzte mit durchgehender Verfügbarkeit vor. Entscheidend ist allein der aktuelle Zustand. Geplante Einstellungen oder Absichtserklärungen spielen keine Rolle.
Ergibt das Gutachten Defizite, dokumentiert der Medizinische Dienst dies. Über die Zuweisung der Leistungsgruppen entscheidet dann jedoch das Regierungspräsidium Tübingen. In Einzelfällen sind auch bei negativem MD-Gutachten Ausnahmen möglich.
Die Stadt Überlingen ist über den Spitalfonds am Krankenhaus beteiligt. Laut Vertrag können die Partner eine Abteilung nur mit gemeinsamer Entscheidung schließen. Oberbürgermeister Jan Zeitler lehnt dies vorsorglich ab.
Rund 5000 Personen unterstützen eine Petition für den Erhalt der Geburtshilfe.
Gebündelt, stets aktuell und immer handverlesen werden alle Neuigkeiten gesammelt und anwenderbezogen aufbereitet.