Kündigungsreport 2026: Nur 45 Prozent der Entlassenen fühlen sich respektvoll behandelt

Laut Kündigungsreport 2026 erlebt weniger als die Hälfte der Entlassenen den Trennungsprozess als respektvoll. Kurze Gespräche, fehlende Kommunikation und ausbleibende Unterstützung hinterlassen Wut und Kränkung…

1. Juli 2026
  • Personal

Weniger als die Hälfte der entlassenen Beschäftigten fühlt sich im Kündigungsprozess respektvoll behandelt. Das zeigt der Kündigungsreport 2026, für den das Marktforschungsinstitut Bilendi im Auftrag des HR-Softwareanbieters HR Works rund 6.100 Beschäftigte befragt hat. 825 von ihnen wurden in den vergangenen fünf Jahren entlassen. Betriebsbedingte Kündigungen dominieren mit 38 Prozent. Seit 2025 steigt die Entlassungsquote laut Studie wieder deutlich.

Das Kündigungsgespräch selbst dauerte bei 40 Prozent der Betroffenen weniger als fünf Minuten. 53 Prozent beschreiben den Ablauf als rein formal, nur 45 Prozent fühlten sich respektvoll behandelt. Laut Studie liegt das Problem im Prozess selbst, nicht in der jeweiligen Person, die die Kündigung ausspricht.

Rund ein Viertel der Entlassenen erhielt im Vorfeld keinerlei Hinweis, weder Feedbackgespräch noch Abmahnung. Im Gespräch fehlte 36 Prozent der Raum für Fragen, 34 Prozent konnten die eigene Sicht nicht äußern. Wer schriftlich von der Kündigung erfuhr, berichtete deutlich häufiger von Nachwirkungen wie Wut oder Selbstzweifeln als jene, die persönlich informiert wurden (27 gegenüber 11 Prozent). Beinahe jede dritte Person gab an, nach der Entlassung Wut empfunden zu haben.

Die Studie leitet konkrete Empfehlungen ab. Gespräche ab 15 Minuten verdoppeln den Respektwert auf 58 Prozent. Ein Abfindungsangebot erhöht ihn auf 65 Prozent, ohne Angebot sind es nur 38 Prozent. Werden Gründe genannt, Fragen zugelassen und die Sicht der Betroffenen angehört, sinkt der Wutanteil von 29 auf 15 Prozent.

Quelle:
haufe.de

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