Künstliche Intelligenz bringt Struktur in die Notaufnahme

Künstliche Intelligenz erleichtert die Erstaufnahme in der Notaufnahme: Mit DokPro und einem Kommunikationsroboter zeigt der DGIM-Kongress, wie Patienten schneller erfasst und das Personal entlastet werden kann. Experten fordern aber wissenschaftliche Tests, um die Qualität zu sichern.

29. April 2025
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Deutschlands Notaufnahmen ächzen unter Patientenandrang und Personalmangel. Auf dem 131. DGIM-Kongress zeigen innovative KI-Exponate konkrete Auswege auf. DokPro, entwickelt am Universitätsklinikum Gießen und Marburg, übernimmt die strukturierte Anamnese stabiler Patienten. Ein Avatar befragt systematisch, Pulsoximeter erfassen die Vitaldaten. Der erstellte Befund fließt direkt in das Krankenhausinformationssystem. Parallel unterstützt ein Kommunikationsroboter der Charité die Selbstanmeldung, misst Vitalparameter und überwindet Sprachbarrieren.

Beide Systeme entlasten gezielt das Personal. Professor Grgić betont: KI sichert eine hohe Anamnese-Qualität und beschleunigt Prozesse. Kongresspräsident Galle stellt klar: KI bleibt Assistenz, keine Ersatzmedizin. Für eine flächendeckende Einführung fordert die DGIM systematische Validierungen. Das DGIM Futur-Areal zeigt auch Virtual und Augmented Reality. Deutlich wird: Verantwortungsvoll eingesetzte KI könnte die Notfallversorgung grundlegend verändern.

Systeme wie DokPro und der Kommunikationsroboter zeigen, dass standardisierte Abläufe Zeit und Ressourcen sparen. Entscheider:innen sollten jedoch darauf achten, dass die Technik nicht nur Effizienz verspricht, sondern auch Akzeptanz bei Personal und Patienten findet. Der nächste Schritt muss sein, KI-Lösungen gezielt in die Versorgungsrealität zu integrieren und ihre Wirksamkeit systematisch zu evaluieren.

Quelle:

lab-news.de


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