Künstliche Intelligenz stärkt Notfallmedizin und beschleunigt Entscheidungen

Künstliche Intelligenz unterstützt Personal in Rettungswagen sowie Krankenhäusern. Erste Einrichtungen sparen dadurch messbar Zeit und treffen genauere medizinische Entscheidungen. Ungeklärte Kostenübernahmen, strenge Regeln zum Schutz persönlicher Informationen und bürokratische Auflagen verzögern den flächendeckenden Einsatz…

13. Februar 2026
  • Data und KI

Künstliche Intelligenz entlastet Personal in der medizinischen Versorgung immer häufiger. Das belegt eine Umfrage unter 60 Klinikgeschäftsführungen durch nexum, HC&S und die DRF Luftrettung. 41 Prozent der Häuser setzen bereits Softwarelösungen ein, während fast die Hälfte aller Befragten erste Systeme erprobt. Ein Zehntel der Kliniken nutzt die Technologie bereits in großem Umfang.

In der Notfallmedizin findet die Technik besonders oft Verwendung. Digitale Telenotarzt-Systeme verbinden Rettungsteams ohne Zeitverzögerung mit Medizinern. Auswertungen durch Algorithmen erleichtern die Wahl der richtigen Maßnahmen unter hohem Zeitdruck. Zudem werten Beatmungsgeräte fortlaufend Messwerte der Patienten aus und regulieren den Luftstrom eigenständig.

Kliniken setzen KI bei bildgebenden Verfahren ein, beispielsweise in der Endoskopie oder Radiologie. Die Programme markieren Unregelmäßigkeiten auf den Aufnahmen und beschleunigen die Erstellung der Berichte. Frühwarnsysteme überwachen Lebenszeichen und schlagen bei gefährlichen Abweichungen Alarm. Sechzig Prozent der Nutzer gewinnen dadurch zehn bis zwanzig Prozent an Zeit für andere Aufgaben.

Hohe Kosten für die Anschaffung sowie Bedenken beim Schutz sensibler Informationen bremsen die Verbreitung. 89 Prozent der Einrichtungen beabsichtigen höhere Ausgaben bei einer gesicherten Finanzierung. Zudem blockieren komplizierte Verwaltungsvorschriften den technischen Fortschritt in vielen Häusern.

Quelle:
morgenpost.de

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